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Langenhagen Bad-Arbeitsverträge kommen auf den Prüfstand
Umland Langenhagen Bad-Arbeitsverträge kommen auf den Prüfstand
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00:16 12.11.2018
Ein Jahr nach Eröffnung der kommen letzte Einzelheiten bei Arbeitsverträgen und Barrierefreiheit noch auf den Prüfstand. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

Sind alle Arbeitsverträge in der Wasserwelt korrekt? Betreiber GMF sagt ja, will aber auf Drängen der Politik künftig alle drei Monate eine Übersicht vorlegen, auf Basis welcher Arbeitsverträge das Unternehmen seine Mitarbeiter in Langenhagen beschäftigt. Damit reagiert GMF auf Kritik an sogenannten „Rahmenverträgen“. Ein solcher Vertrag war im Spätsommer dem Grünen-Ratsherr Dirk Musfeldt zugespielt worden. In der unmittelbar darauf folgenden Sitzung des Betriebsausschusses Bad hatten die GMF-Vertreter angekündigt, Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen.

In der jüngsten Sitzung des Gremiums präsentierte GMF-Prokurist Wolfgang Debus nun eine detaillierte Übersicht aller abgeschlossenen Arbeitsverträge für die Mitarbeiter der Wasserwelt. Danach waren im Oktober insgesamt zehn Mitarbeiter auf Basis der Rahmenverträge in dem Schwimmbad beschäftigt. Diese Verträge unterscheiden sich von herkömmlichen für geringfügig Beschäftigte vor allem im bürokratischen Hinterbau: „Wir haben viele, vor allem junge Mitarbeiter, die wollen erst einmal probieren, ob der Job etwas für sie ist“, erläuterte Debus jetzt auf Nachfrage dieser Zeitung. „Für solche Fälle erlauben Rahmenverträge eine sehr flexible Anstellung mit einem weitaus geringeren Aufwand in den Personal-Management-Systemen.“ In anderen Belangen wie Höchstarbeitszeit oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, so Debus, gebe es dagegen keine Unterschiede.

Verträge gerieten in der „Anfangsphase aus dem Blick“

Debus räumt jedoch ein, dass in den turbulenten Anfangsmonaten eine Grundmaxime von GMF in wenigen Einzelfällen aus dem Blickfeld geraten sei: „Normalerweise setzen wir solche Verträge nur für die ersten vier Wochen ein oder bei solchen Arbeitnehmern, die wie Schüler und Studenten nur wenige Wochen pro Jahr arbeiten.“ Hinzu kommen laut Debus auch Aushilfskräfte, die neben einem anderen Minijob wenige Stunden pro Monat ergänzen wollen, um auf die Maximalzahlung von 450 Euro zu kommen. „Wir lassen uns das von diesen Arbeitnehmern aber jeweils nachweisen, wie viel sie an anderer Stelle jeweils in diesem Monat eingesetzt werden“, betonte Debus im Gespräch mit dieser Zeitung.

Der Betriebsausschuss verständigte sich mit Debus darauf, einmal pro Quartal eine Übersicht aller Verträge vorgelegt zu bekommen. „Wir gucken uns das jetzt an und werden dann entscheiden, ob wir das Angebot der GMF annehmen, gänzlich auf diese Art der Verträge zu verzichten“, sagte Musfeldt. Gänzlich befriedigt hätten ihn die Ausführungen der GMF nicht. Gleichwohl schließt Musfeldt nicht aus, dass die ihm zugespielten Informationen inzwischen veraltet seien.

Noch Abstimmungsbedarf für ergänzende Barrierefreiheit

Die eigentlich verabredeten Nachbesserungen für eine verbesserte Barrierefreiheit im Bad lassen noch auf sich warten. Zwar ist das notwendige Geld dafür bereits durch den Nachtragshaushalt 2018 von der Politik bewilligt worden. In der Umsetzung jedoch besteht offenkundig noch mehr Abstimmungsbedarf als bislang bekannt: Die von der Betriebsleitung der Wasserwelt ins Spiel gebrachten dunkelgrauen und damit für Sehbehinderte besser wahrnehmbaren Aufkleber auf den Glaswänden und -türen sollen in der Farbgebung noch einmal überarbeitet werden, kündigte der städtische Betriebsleiter Carsten Hettwer jetzt auf Nachfrage an. Die ebenfalls bereits beschlossene Umgestaltung der Außentreppe sowie der Rollstuhlrampe werde zudem mit den erst für 2019 geplanten Nachbesserungen der Außenbeleuchtung zusammengelegt. „Dies bietet sich aus baulichen Gründen an“, erläuterte Hettwer. Die Detailplanung insgesamt, so Hettwer, müsse ohnehin erst durch den Betriebsausschuss bestätigt werden.

Von Rebekka Neander

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