Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten AWO bezieht neue Räume in der Ostpassage
Umland Langenhagen Nachrichten AWO bezieht neue Räume in der Ostpassage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:26 01.03.2018
AWO-Chef Sven Seidel (von links), Hedda Böwer, Leiterin der Begegnungsstätte, und Schatzmeister Dieter Schnuer begrüßen die Besucher in der neuen Begegnungsstätte. Quelle: Antje Bismark
Anzeige
Langenhagen

 Seit Freitag besitzt die Arbeiterwohlfahrt in der Kernstadt wieder eine eigene Begegnungsstätte: In den Räumen eines ehemaligen Imbisses an der Ostpassage 3 eröffneten AWO-Chef Sven Seidel und der stellvertretende Bürgermeiser Willi Minne den Treffpunkt, den Leiterin Hedda Böwer und ihr Team in den nächsten Wochen mit Leben füllen wollen. 

Nach Brand an Peko-Halle fehlen ein gutes Jahr lang Räume

Mehr als ein Jahr mussten die Mitglieder auf eigene Räume verzichten: Am 30. August 2016 beschädigte ein Feuer massiv die Peko-Halle und damit auch die Begegnungsstätte, in der sich die Frauen und Männer seit Jahren mehrmals wöchentlich trafen. „Stühle, Spiele, Mobiliar – alles war nicht mehr zu nutzen“, erzählte Seidel in seiner Begrüßung mit Blick auf jenen Tag zurück. In den anschließenden Monaten improvisierte das Team um Seidel und Böwer. Schließlich gebe es gerade in Langenhagen nicht gleich geeignete Räume, sagte der Vereinschef auch mit Hinweis auf die hiesigen Mieten.

Awo Langenhagen dankt Achat-Hotel für Zwischenlösung

Deshalb gab es eine kurze Zwischenstation im Achat-Hotel. „Dafür sind wir noch immer dankbar“, sagte Seidel und fügte hinzu, der Ortsverband mit 147 Mitgliedern habe parallel dazu weiter gesucht – und letztlich dank der Vermittlung der Stadt, vor allem von Stadtbaurat Carsten Hettwer, den jetzigen Raum gefunden. Genau ein Jahr nach dem Brand gab es die Zusage vom Eigentümer. Anschließend investierte die AWO einen höheren vierstelligen Betrag in die Sanierung  und die Grundreinigung. Dass die Kosten den Etat nicht überstiegen hätten, verdanke der Verein vor allem Dieter Schnuer: „Es gibt keine handwerkliche Arbeit, die er nicht beherrscht“, sagte Seidel und dankte zugleich Rat und Verwaltung, dass die Stadt den Verein bei den Mietkosten unterstützt.

Rat billigt Zuschuss für Schuldnerberatung

Am Ende war es doch eine eindeutige Entscheidung: Die Schuldnerberatung der Awo Region Hannover bekommt für ihre Arbeit in Langenhagen auch in den kommenden drei Jahren jeweils 48.000 Euro als Zuschuss von der Stadt Langenhagen. Im Rat stimmten letztlich nur die Mitglieder der AfD mit dem CDU-Ratsherrn Dietmar Grundey dagegen; sie hätten den Zuschuss auch gezahlt, allerdings nur für 2018. 

Mit diesem Beschluss endet eine wochenlange, zuweilen kontrovers geführte Debatte um einen erst im November von der Awo gestellten Zuschussantrag, der zunächst von der CDU-geführten Mehrheitsgruppe mit einem Sperrvermerk versehen worden war. Für zusätzliche Irritation hatte zudem ein Übertragungsfehler in dem eilig veröffentlichten Haushaltsbegleitantrag gesorgt, der für die Schuldnerberatung auf den ersten Blick gar kein Geld vorsah. 

Auf Bitten der Mehrheitsgruppe hatten in der folgenden Sitzung des Sozialausschusses Vertreter der Arbeiterwohlfahrt von ihrer Arbeit der einzig für Langenhagener agierenden Schuldnerberatung am Marktplatz berichtet. Dies beeindruckte die Kommunalpolitiker zwar offenkundig. Gleichwohl entzündete sich zugleich ein Streit zwischen Politik und Verwaltung, warum die von der Awo regelmäßig eingereichten Verwendungsnachweise und Arbeitsberichte nicht automatisch an die Ratsmitglieder weitergereicht würden. Nur durch diese Informationslücke sei bei einigen der Eindruck entstanden, die Awo beantrage das Geld ohne größere Not. nea

Noch steht das Wochenprogramm nicht komplett fest, wie Böwer sagte. Aber sie und ihr Team hätten viele Ideen – so gebe es am 21. April erstmals einen Flohmarkt. Ohnehin wolle die AWO den zentralen Standort nutzen, um für sich zu werben. „Schon jetzt haben viele Passanten vorbeigeschaut, weil sie neugierig waren“, sagte Böwer. Minne überbrachte der Begegnungsstätte deshalb auch Wünsche für viele Besucher und viele gute Veranstaltungen.

Von Antje Bismark

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der MTV bietet auch in den nächsten Sommerferien Kindern Spiel, Spaß und Abwechslung. Dabei geht es um Fußball. 

01.03.2018

Ist Ratsbeschluss zum Etat 2018 rechtmäßig? Die SPD bezweifelt dies und fordert die Kommunalaufsicht auf zur Prüfung. Die Begründung: Das Zahlenwerk entspreche nicht den formalen Anforderungen.

01.03.2018

Das neue Schwimmbad bereitet der DLRG Probleme: Das neue Abrechnungsmodell führt zur Vervierfachung der Kosten. Den Antrag zur Entlastung der Rettungsschwimmer hat die Mehrheitsgruppe abgelehnt.

28.02.2018
Anzeige