Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Beirat fordert Parkplätze an Bahnhöfen
Umland Langenhagen Nachrichten Beirat fordert Parkplätze an Bahnhöfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 31.03.2018
Am Bahnhof Pferdemarkt soll ein Behindertenparkplatz entstehen. Quelle: Stephan Hartung
Anzeige
Langenhagen

 Parkplätze, Flyer und Homepage – der Langenhagener Beirat für Menschen mit Behinderungen hat sich während seiner jüngsten Sitzung unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Gerhard Nest mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigt. Großen Raum in der Diskussion nahm die Einrichtung von Behindertenparkplätzen im Stadtgebiet ein.

Im Fokus steht die Ausweisung an vier Standorten: am Bahnhof Pferdemarkt, an der Bahnhofstraße, an der Bachstraße sowie an der Liebigstraße. Langenhagens Stadtplanerin Anette Mecke teilte in der Sitzung jedoch mit, „dass wir in den Bereichen Bachstraße und Liebigstraße im nächsten Jahr bauliche Maßnahmen vorhaben“. Daher sei es unrealistisch, diese Planungen jetzt abzuändern. Auch SPD-Ratsfrau Elke Zach riet davon ab, diese Pläne in den Bereichen weiter zu verfolgen. „Mit dem Altenheim sowie der GBA befinden sich dort kommerzielle Einrichtungen mit privaten Parkplätzen. Ich glaube kaum, dass die Stadt hierfür Geld in die Hand nimmt.“

Weil aber auch die zukünftige Gestaltung der Bahnhofstraße nicht sicher ist, will der Beirat noch die Sitzung des Langenhagener Verkehrsausschusses im April abwarten. Allerdings legte sich das Gremium schon auf den Bahnhof Pferdemarkt fest – mit einer schrägen Stellfläche an der Südseite des Gebäudes. Dieser Auftrag an Rat und Verwaltung wurde per Protokoll festgehalten, inklusive der Bitte, die Fahrradständer zu verlegen, um Platz für einen weiteren Behindertenparkplatz schaffen zu können.

In Zukunft möchte der Beirat auch mittels Flyer auf sich und die eigene Arbeit aufmerksam machen – im DIN-A4-Format. Dafür will sich Beiratsmitglied Astrid Schubert um einen Kostenvoranschlag kümmern. „Und bis zur nächsten Sitzung sollten sich dann alle Gedanken machen, was inhaltlich in den Flyer soll“, sagte Schubert. Zudem will der Beirat auch die modernen Medien nutzen, um sich zu präsentieren und Informationen zu verbreiten. Doch die Fragezeichen rund um Kosten und vor allem Umsetzung, mit eigener Homepage oder im Mantel des Internet-Auftritts der Stadt Langenhagen, waren einfach zu groß. Das Thema Homepage kommt erneut auf die Tagesordnung zur nächsten Versammlung – inklusive der Einladung an Ralph Gurek, Leiter der kommunalen Abteilung Marketing und Kommunikation.

Stadt soll Euro-WC-Schlüssel vorhalten

Bereits seit 1986 gibt es auf Initiative des Darmstädter Vereins CBF im öffentlichen Raum oder an Autobahnen in ganz Deutschland und weiten Teilen der Europäischen Union Toiletten für Menschen mit Behinderungen. Sie sind nur mit einem speziellen Schlüssel zu öffnen und soll die Einrichtungen vor Missbrauch und Vandalismus schützen. Neben den Toiletten können mit dem Euro-WC-Schlüssel an vielen Stellen auch Aufzüge, Treppenlifte, Automatiktüren, Rufanlagen und Schranken vor Behindertenparkplätzen bedient werden. Er kann beim CBF schriftlich oder über das Internet bestellt werden, wobei ein Behindertenausweis vorgelegt werden muss.

Der Langenhagener Beirat für Menschen mit Behinderung möchte das den Betroffenen erleichtern und hat deshalb den Rat aufgefordert, die Stadtverwaltung damit zu beauftragen, solche Schlüssel zu besorgen und dem berechtigten Personenkreis im Bürgerbüro und den Verwaltungsstellen der Ortsteile zum Erwerb anzubieten, wie es laut Beiratsvorsitzendem Albert Schneider beispielsweise in Hannover bereits geschehe. Außerdem möchte der Beirat, dass dort auch das Standortverzeichnis der Behindertentoiletten "Locus 2017" zum Kauf vorgehalten wird. Als dritten Punkt regt der Beirat an, die in Langenhagen mit dem Euro-WC-Schlüssel benutzbaren Einrichtungen in den "Locus 2017"-Führer aufnehmen zu lassen.

Von den Beiratsmitgliedern wurden indes Bedenken geäußert, dass die ohnehin schon stark belastete Verwaltung mit den zusätzlichen Aufgaben überlastet sein könnte. Nach Auskunft von Langenhagens Stadtsprecherin Juliane Stahl sei das beileibe nicht so. Allerdings erinnert sie an die Beratungsfolge in den zuständigen Langenhagener Fachausschüssen, bevor die Verwaltung aktiv werden könne. Demnach sei zunächst der Sozial-, Inklusions- und Sportausschuss –möglicherweise in der Mai-Sitzung - gefragt, abschließend dann der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss. tb/swa

Von Stephan Hartung

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Abrissarbeiten der alten Turnhalle an der Brinker Schule haben begonnen. Nach Ostern rücken die großen Bagger an. Mehr als 1500 Tonnen Schutt müssen anschließend über die Angerstraße abgefahren werden.

31.03.2018

Um Krach von Flugzeugen zu minimieren, schlägt die Fluglärmkommission des Langenhagener Flughafens eine ganze Reihe von Maßnahmen vor. Dazu gehört auch eine bessere Koordination bei Arbeiten auf den Landebahnen. 

30.03.2018

Die „Gruppe der Vielfalt“ ist bereits nur wenige Monate nach ihrem Start Geschichte. Die ersten, die sich öffentlich dazu erklären, sind die Grünen. Sie sehen sich aber weiterhin auf dem richtigen Weg.

30.03.2018
Anzeige