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Umland Langenhagen Nachrichten Anwohner beruhigen ihre Straßen
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00:28 03.03.2018
Die Informationsveranstaltung zur Neugestaltung des Sonnenweges lockte viele Anwohner in die Adolf-Reichwein-Grunschule. Quelle: Stadt Langenhagen
Langenhagen

 Die Friedrich-Ebert-Straße hat offenbar Hoffnungen geweckt: Nach dem erfolgreichen Modell einer Verkehrsberuhigung mit Anwohnerbeteiligung stehen jetzt der Sonnenweg in Wiesenau sowie die Bahnhofstraße in der Kernstadt an. In beiden Fällen haben sich in den ersten Workshops die stimmberechtigten Anwohner für durchaus umwälzende Vorschläge der Stadtverwaltung ausgesprochen. Am Donnerstag wird sich nun erstmals der Sanierungsbeirat Wiesenau mit dem Sonnenweg befassen. Am Dienstag, 13. März, berät das entsprechende Gremium für die Nördliche Kernstadt über die Bahnhofstraße. Zu Wort kommen dann neben den Anwohnern auch Experten aus anderen dort betroffenen Bereichen. 

Der Sonnenweg wird, so der jetzt favorisierte Vorschlag, in drei Bereichen unterschiedlich verändert. Das Sanierungsgebiet, dessen Veränderung mit dem Ziel der „Sozialen Stadt“ von Bund, Land und Stadt bezuschusst wird, umfasst in Wiesenau den Sonnenweg von der Heinrich-Heine-Straße bis zur Einmündung An der Autobahn vor der Unterführung. Die insgesamt 420 Meter sind bereits als Tempo-30-Zone ausgewiesen, Radfahrer müssen auf der Fahrbahn fahren, die Oberfläche der Fahrbahn ist sanierungsbedürftig, hohe Bordsteine sind Barrieren für mobilitätseingeschränkte Passanten und insgesamt bescheinigt die Stadt dem Sonnenweg eine „geringe Aufenthaltsqualität“. 

Bereich um die Bushaltestelle wird zur Mischfläche für alle umgestaltet

Im Kern der Neugestaltung ist der Mittelteil des Sanierungsstrecke zwischen Beethoven- und Friedrich-Ebert-Straße. Dort befindet sich die Bushaltestelle, zudem laufen in diesem Abschnitt viele Wegeverbindungen beispielsweise in Richtung Grundschule zusammen. Für diesen Abschnitt sind im Rathaus drei Varianten gezeichnet worden, über die die betroffenen Anwohner bei einem Workshop abgestimmt haben. Überwältigende Mehrheit bekam dabei die Gestaltungsvariante 1: Danach wird dieser Straßenabschnitt – ähnlich wie in der Friedrich-Ebert-Straße – zur sogenannten Mischfläche erklärt. 

Die gesamte Fahrbahn wird für Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger gemeinsam nutzbar sein ohne Bordsteine. Um aber im Bereich der Bushaltestelle dennoch ein sicheres Passieren vor allem für die Kinder sicherzustellen, sind nach Aussage von Stadtplanerin Christina Söhlke durchaus Leitmarkierungen denkbar oder auch Abgrenzungen beispielsweise durch Fahrradbügel. Ob auf den anderen beiden Straßenabschnitten im Norden und Süden beispielsweise die Parkplätze lieber auf der Ost- oder der Westseite platziert werden sollen, ist noch zu diskutieren. Eine Rolle spielt dabei unter anderem, wie unterirdische Leitungen verlaufen und wie viele Bäume gegebenenfalls gefällt werden müssten. Der Alleen-Charakter, so Söhlke, solle in jedem Falle erhalten bleiben. 

Fahrbahn auf der Bahnhofstraße soll verschwenkt werden

Ähnlich verhält es sich mit der Bahnhofstraße. Auch dort soll das Tempo der durchfahrenden Autos mittels Gestaltung des Straßenraums reduziert werden. In einem ersten Workshop sprachen sich die Anwohner überwiegend für die vorgestellte Ausbauvariante 2 aus: Dabei wird die Fahrbahn auf halber Strecke verschwenkt. Zwischen Walsroder Straße und der Einmündung des Fröbelweges werden Stellplätze südlich der Bahnhofstraße eingerichtet, zwischen Fröbelweg und Karl-Kellner-Straße auf der nördlichen Seite. Auf beiden Seiten der Straße entsteht ein mindestens 2,50 Meter breiter Gehweg, die Übergänge werden barrierefrei gebaut. 

Der Sanierungsbeirat Wiesenau „Soziale Stadt“ berät am Donnerstag, 1. März, von 18 Uhr an in der Adolf-Reichwein-Grundschule an der Hackethalstraße über den Sonnenweg und den Workshop zur Grün- und Freiraumplanung. Der Sanierungsbeirat Nördliche Kernstadt/Walsroder Straße „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ berät am Dienstag, 13. März, von 19 Uhr an in der Hermann-Löns-Schule an der Niedersachsenstraße über die Bahnhofstraße, einen Logo-Wettbewerb und die AG Perspektive. 

Von Rebekka Neander

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