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Nachrichten Bahnhof Pferdemarkt: Außen hui, innen pfui
Umland Langenhagen Nachrichten Bahnhof Pferdemarkt: Außen hui, innen pfui
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17:53 14.04.2014
Von Sven Warnecke
Der Bahnhof Pferdemarkt in Langenhagen wirkt innen sehr unansehnlich. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Die Deutsche Bahn hat das denkmalgeschützte Gebäude versteigern lassen. Doch die Neueigentümer aus der Wedemark hüllen sich ob der Zukunft in Schweigen.

Das denkmalgeschützte Gebäude stand seit geraumer Zeit auf der Verkaufsliste der Deutschen Bahn. Im vergangenen September wurde die Immobilie für 83000 Euro versteigert - die Stadt Langenhagen hatte wegen fehlender Nutzungsmöglichkeiten nicht mitgeboten. Kurios dabei: Die Kommune hatte die Fassade des historischen Gebäudes im Jahr 2012 auf die eigens aufgelegte Gedenkmünze „700-Jahre-Langenhagen“ prägen lassen. Schließlich verdankt der Ort dieser Einrichtung letztlich den wirtschaftlichen Aufschwung.

Der Bahnhof Pferdemarkt weist etliche Mängel auf - die neuen Besitzer hüllen sich noch in Schweigen darüber, was sie mit dem Bahnhof vorhaben.

Über den Käufer hüllt sich die Stadtverwaltung konsequent in Schweigen - auch wenn sie nach eigenem Bekunden wegen der Denkmalschutzauflagen mit diesem in Kontakt steht.

Nach Informationen dieser Zeitung hat eine Familie aus der Wedemark den Zuschlag für das Objekt bekommen. Auf Anfrage wiegelte die Eigentümerin jedoch brüsk ab. Sie wolle sich erst zu gegebener Zeit äußern, teilte sie telefonisch mit. Gleichwohl erfuhr die Redaktion, dass dort neben den bereits existierenden Wohnungen in Zukunft auch eine Musikkneipe entstehen könnte. Möglicherweise wird ein ähnliches Konzept wie beim Bahnhof Bismarck-Straße in Hannovers Südstadt verfolgt.

Doch das ist eher Zukunftsmusik. Aktuell werden Bahngäste nicht nur von einem übel riechenden Tunnel mit eingedrückten Glasbausteinen in der Wand, einem noch weniger einladenden Fahrstuhl und einer zerschlagenen Schautafel in Empfang genommen.

Obwohl die Bahn das Gebäude verkauft hat, besteht für die Halle weiterhin ein Wegerecht, betont Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst auf Anfrage. „Dieser Zugang wird durch die Deutsche Bahn regelmäßig gereinigt“, betont sie. Außerdem würden die Glasbausteine in Kürze ergänzt beziehungsweise repariert. Allerdings soll vorher der sich dort stapelnde Müll beseitigt werden. Auch die offenbar vor geraumer Zeit stehen gebliebene Uhr am Empfangsgebäude soll demnächst instand gesetzt werden, kündigt sie an. „Der Auftrag hierfür ist bereits vergeben“, betont die Bahnsprecherin. Darüber hinaus stehe ihr Unternehmen mit dem Eigentümer in Kontakt.

„Einfluss auf Sanierungen oder Umbauten haben wir jedoch nicht“, schränkt Brunkhorst ein. Den habe mit Blick auf den Denkmalschutz lediglich die Langenhagener Stadtverwaltung.

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