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Nachrichten Baugebiet: Ortsrat stellt sich quer
Umland Langenhagen Nachrichten Baugebiet: Ortsrat stellt sich quer
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00:15 28.08.2016
Langenhagen guckt in die Röhre: Der Ortsrat Schulenburg missbilligt die von der Verwaltung festgelegten Vergabekriterien für Bauwillige - und buckelt. Er fordert die Absetzung des Entwurfs. Quelle: Zottl
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Langenhagen

"Baureif Mitte 2017? Das bremsen wir jetzt aus - dann wird es eben Ende 2017." Mit diesem knochentrockenen Kommentar beendete Ortsratsvorsitzender Dietmar Grundey die Diskussion über den städtischen Vermarktungsplan. Das Gremium hatte sich zuvor einstimmig geweigert, diese Vorlage zu akzeptieren - je nach Fraktion aus verschiedenen Gründen.

Einigkeit zeigten CDU und SPD - von den Grünen war kein Vertreter anwesend - dabei, dass ihnen die von der Stadt angedachten Grundstücksgrößen viel zu klein seien. In vielen Gesprächen, so ärgerte sich Vize-Ortsbürgermeister Lutz Döpke, seien gemeinsam Ausgangsflächen von 500 Quadratmetern für ein Einfamilienhaus sowie 800 Quadratmetern für Doppelhäuser besprochen gewesen. In der Vorlage tauchen nun aber Grundstücke auf, die diese Fläche nicht nur geringfügig unterschreiten. Vereinzelte Doppelhausgrundstücke weisen eine Fläche von weniger als 600 Quadratmetern auf. Das ging beiden Fraktionen gegen den Strich. "Wir sind davon ausgegangen, dass das Besprochene, das uns auch zugesagt wurde, auch einfließt", monierte Döpke.

Was die Christdemokraten, allen voran Döpke, aber noch viel mehr auf die Palme brachte, war die Ausgestaltung der Vergaberichtlinien für die Baugrundstücke. Die Auswahlkriterien, nach denen die angedachten 75 Baugrundstücke unter den aktuell etwa 370 Bauwilligen vergeben werden sollen, waren ihnen zu schwammig. "Dann können wir auch gleich unter allen auslosen", ereiferte sich Döpke. Ein Auslöser für diese Tirade war das Hauptkriterium der Stadt, dass Bewerber unbedingt mindestens einer festen Halbtagstätigkeit innerhalb Langenhagens nachgehen müssen, um infrage zu kommen, um so die Verkehrsbelastung in der Stadt durch Einpendler im Zaum zu halten. "Dann bin ich nicht geeignet, wenn ich in Schulenburg wohnen und mit dem Fahrrad nach Vinnhorst pendeln will - aber der, der von Schulenburg mit dem Auto nach Krähenwinkel fährt, doch?", schimpfte es vonseiten der Mehrheitsfraktion. Dieses Kriterium sei nicht logisch nachvollziehbar.

Doch damit nicht genug: Zu lasch war den Kommunalpolitikern das Kriterium, Bewerber müssten mindestens seit einem Jahr einen Hauptwohnsitz in Langenhagen unterhalten. Hier sah die Mehrheit des Ortsrats bauwillige Kinder alteingesessener Langenhagener nicht ausreichend berücksichtigt. Die CDU-Fraktion forderte hier eine Erhöhung auf mindestens fünf bis zehn Jahre. "Wir müssen den Ortsansässigen einen Vorteil bieten", fand Döpke. Dass die Stadt bei den Vergaberichtlinien die etwaige Schwerbehinderung eines Familienmitglieds als positiv berücksichtigen will, fand auf allen Seiten Anklang, rettete die Vorlage aber nicht mehr vor dem vernichtenden Urteil. "Zurück in die Fraktionen", fand das Gremium und: "Das warten wir mal ab bis nach der Wahl."

Und dann war da noch etwas, was den Schulenburgern sauer aufstieg: Nämlich, dass die von ihnen geschasste Vorlage auch im Engelbosteler Ortsrat beraten werden soll. "Warum steht das auf deren Tagesordnung?", zickte CDU-Mann Thorsten Möller und forderte - auch hier - die Absetzung der Vorlage. Er bekam breite Zustimmung. "Wir führen keine Fehde mit den Engelbostelern", sagte Ortsbürgermeister Grundey. "Aber das ist Schulenburger Gebiet."

Langenhagen guckt in die Röhre: Der Ortsrat Schulenburg missbilligt die von der Verwaltung festgelegten Vergabekriterien für Bauwillige - und buckelt. Er fordert die Absetzung des Entwurfs. Quelle: Zottl

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