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Umland Langenhagen Nachrichten So viele Feuerwehreinsätze wie noch nie
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16:00 03.01.2018
Die Ortsfeuerwehren Langenhagens sind im letzten Jahr 652 mal alarmiert worden. Quelle: Florian Bierschwale (Feuerwehr)
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Langenhagen

 Mit 652 Einsätzen haben die Ortsfeuerwehren der Stadt im vergangenen Jahr einen wohl eher negativen Rekord erzielt. Denn das bedeutet, dass die Ehrenamtlichen durchschnittlich knapp zwei Mal am Tag alarmiert worden sind. „Spitzenreiter“ ist die Ortsfeuerwehr Langenhagen: Die gut 80 Aktiven in der Kernstadt wurden allein 377 mal zu Hilfe gerufen. 

Inzwischen geht die Zahl der Alarmierungen munter weiter. Der jüngste – und nunmehr siebte Einsatz im neuen Jahr stand am Dienstag um 1.02 Uhr in Krähenwinkel in einem Wohnheim an der Walsroder Straße an. Bereits im vergangenen Jahr musste die Feuerwehr mehrfach zu der städtischen Einrichtung ausrücken. Und erneut hatte dort ein Rauchwarnmelder angeschlagen – wieder ausgelöst bei der Zubereitung von Speisen. 

Die vielen ausgelösten Rauchwarnmelder – mehr als 50 – zeigen aber auch, dass sich die Langenhagener die Pflicht zur Installation der technischen Geräte zu Herzen genommen haben,  meint Langenhagens Feuerwehrsprecher Christian Hasse. „Auch wenn das natürlich viel Arbeit bedeutet.“ Doch das helfe Leben retten, betont er. Gleichwohl treibe das aber auch manchmal gewisse Stilblüten, berichtet Hasse. Denn neben von Zigarretten- und Zigarrenqualm ausgelösten Brandmeldern wurde ein Gerät am Nikolaustag nach dem wohl mehr als opulenten Einsatz von Deospray am Rohdehof aktiviert.

Die Ortsfeuerwehr Kaltenweide wurde um den Jahreswechsel allein zu vier Einsätzen alarmiert. Nach mehrmals brennenden Bäumen in der Nähe des Waldkater- und des Mühlenwegs mussten die Kräfte auch einen brennenden Altkleidercontainer an der Maria-Montessori-Straße löschen.

Ein aufgesprengter Altkleidercontainer hat die Feuerwehr Kaltenweide beschäftigt. Quelle: Christoph Hage

 Dort hatte nach Polizeiangaben offensichtlich ein erst 14 Jahre alter Jugendlicher gegen 1.20 Uhr am Neujahrsmorgen mit einem Silvesterknaller den Behälter gesprengt. Daraufhin brannten die darin befindlichen Textilien. Wie eine Langenhagener Polizeisprecherin weiter mitteilte, wurde der Container trotz raschem Eingreifens der Feuerwehr zerstört. Der Schaden beläuft sich auf etwa 1500 Euro. Gegen den Jungen werde nun wegen Brandstiftung ermittelt. Auch in den übrigen drei Fällen schließt Kaltenweides Feuerwehrsprecher Michael Dankowsky den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern als Brandursache nicht aus. 

Der letzte Einsatz des vergangenen Jahres ereignete sich für die Feuerwehren Langenhagens nach einem Ölschaden am Sonntag um 11.10 Uhr in Krähenwinkel. Die mehrere Hundert Meter lange Spur zog sich vom Hainhäuser Weg über die Walsroder Straße bis hin zur Heinrich-Hagemann-Allee. Die alarmierte Ortsfeuerwehr Krähenwinkel forderte in der Folge eine Fachfirma zur Reinigung an.

Hasse betont angesichts der bundesweiten Vorfälle gegen Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Silvestertag – diese wurden in manchen Städten mit Feuerwerkskörpern oder etwa Flaschen attackiert  -, dass es vergleichbare Sitationen in Langenhagen zum Glück nicht gegeben habe. „Das lief ganz entspannt“, bilanziert er. 

Und auch die extrem gestiegene Zahl an Einsätzen, im Vorjahr waren es 446, sei seinen Angaben zufolge auch dem Starkregen im Juni und Juli sowie dann im Oktober dem Sturm mit zusammen etwa 170 Alarmierungen geschuldet. „Wir hatten mehr technische Hilfeleistungen als Brandeinsätze“, berichtet Hasse. So wurden die Ortsfeuerwehren zu 220 Brandalarmen im Stadtgebiet gerufen. Dem stünden aber eben auch diverse andere Einsätze – wie etwa die Tierrettung – sowie 299 Hilfeleistungen gegenüber.  

Hasse liefert noch eine weitere Zahl: Die insgesamt 356 aktiven Feuerwehrleute in allen Langenhagener Ortsteilen wurden durchschnittlich jede fünfte Nacht aus dem Schlaf gerissen. Denn zwischen 18 und 24 Uhr gab es 188 Alarmierungen sowie dann zwischen Mitternacht und 7 Uhr noch einmal 75. Zwischen 7 und 13 Uhr rückte die Feuerwehr 142, zwischen 13 und 18 Uhr 247 mal aus. Zu jeder Tages- und Nachzeit seien aber stets genug Einsatzkräfte verfügbar gewesen – auch dank der Nachwuchsarbeit in der Stadt.  

Von Sven Warnecke

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