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Stadtteil will mit Schule zusammenwachsen

Langenhagen Stadtteil will mit Schule zusammenwachsen

Auf dem Papier wirkt der Plan wie ein großes Puzzle. Für die Leiterin der Adolf-Reichwein-Grundschule aber eröffnet die nun vom Land kräftig geförderte Sanierung noch ganz andere Türen - womöglich buchstäblich. Die neuen Räume im Erdgeschoss könnten eine Chance fürs Quartier werden.

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Nicht nur ist der Nordtrakt mit seinen Umkleideräumen in die Jahre gekommen. Im Zuge der Sanierung können auch Stufen überwindbar gestaltet und neue Räume auch für das Quartier geöffnet werden. Schulleiterin Bernadette Zettelmann (rechts) führt den Architekten Hanno Hahn und Stadtplanerin Christine Söhlke durch die Schule.

Quelle: Neander

Langenhagen. Noch in diesem Jahr starten die Arbeiten: Sowohl für die Bühne und den dahinter liegenden Musikraum wird eine Hebebühne eingebaut, damit auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Kinder und Lehrkräfte diesen Teil mühelos erreichen können. Im Obergeschoss wird mit einer zweiten Bühne ein Niveau-Versatz überbrückt.

Der eigentliche Kern der insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro umfassenden Sanierung der Grundschule spielt aber in den kommenden Jahren im Nordtrakt der Schule. Theoretisch geht es um den Anbau von zwei Räumen auf der Schulhof-Seite des verglasten Flures zwischen Pausenhalle und Turnhalle. Sie werden als Gruppenräume genutzt. In die gegenüberliegenden bisherigen Umkleiden ziehen die Bibliothek sowie die Kinder- und Lernküche. Einzig der dazwischen liegende Werkraum bleibt, was er ist.

Schulleiterin Bernadette Zettelmann erfreut dieser Ausbau sehr. Auch, weil die derzeitige Bibliothek sich auf zwei Holzregale beschränkt, die in die Ecke des ohnehin eher provisorisch eingerichteten Lehrer-Materialraums gedrängt stehen. "Wenn die ins Erdgeschoss zieht, können dort richtige Lese-Ecken eingerichtet werden." Auch die Kinder- und Lehrküche sieht Zettelmann derzeit im Obergeschoss nicht gerne. Ein Umzug in den Nordtrakt in direkte Nachbarschaft zu den anderen Räumen sei viel sinnvoller. Überdies soll in der alten Küche oben nun ein Förderraum entstehen, der seinen Namen verdient. Derzeit klemmen sich zwei Tische und Regale im Erdgeschoss in einen winzigen Raum im Übergang zur Sporthalle.

Doch der Nordtrakt-Umbau, dessen Kosten das Land nun mit 963.000 Euro fördern wird, könnte noch eine andere Dimension erreichen. Im Antrag, den Stadtplanerin Christine Söhlke an das Land geschrieben hat, ist als Option die Öffnung der Schule in den Stadtteil angedacht. Die endgültige Entscheidung darüber müsste der Schulvorstand erst noch treffen. Doch auch ohne voreilige Tatsachen zu schaffen, wird die Stadt beim Umbau der Schule alle dafür nötigen Voraussetzungen bereits bereitstellen: So wird es künftig im Übergang des Nordtraktes zur Sporthalle einen neuen eigenen Zugang geben, damit sich die Sportvereine abends selbst Zutritt verschaffen können und nicht mehr der Hausmeister den Schließdienst übernehmen muss.

Darüber hinaus aber wäre auch ein weiterer Zugang von außen denkbar auf Höhe des südlichen Treppenhauses. Dann könnten auch Vereine und Interessensgemeinschaften des Stadtteils die Gruppenräume samt Küche für ihre Angebote nutzen. Diese Verzahnung mit dem Stadtteil könnte, so Söhlke, Hand in Hand arbeiten mit dem Engagement des Quartierstreffs an der Freiligrath. Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass der Treppenaufgang mit einem Gitter verschlossen werden könnte. Hanno Hahn, Architekt der Stadt, will entsprechende Details jetzt ausarbeiten, um sie in die innerschulische und politische Abstimmung zu bringen. Als nächstes befasst sich am Donnerstag der Technische Schulbauausschuss mit dem Thema. Schon am Montag können Stadt und Schulleitung prominenten Besuch empfangen: Sozialministerin Cornelia Rundt hat sich angesagt, mit dem endgültigen Förderbescheid in der Tasche.

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