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Die erste Pumpe steht zum Einsatz bereit

Schulenburg-Nord Die erste Pumpe steht zum Einsatz bereit

Die Region Hannover wird den letzten Widerspruch gegen die Verfüllung des Teiches in Schulenburg-Nord zurückweisen. Jetzt bleibt dem Kläger, dem Wasser- und Bodenverband Scheidegraben, nur noch der Klageweg. Der Flughafen will trotzdem mit den Arbeiten sofort beginnen.

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Die erste Pumpe ist in der Tonkuhle am Gelände des Niedersächsischen Jagdklubs bereits gesetzt worden. Noch ist sie nicht in Betrieb.

Quelle: Neander

Schulenburg-Nord. Sie sieht mehr aus wie ein von Kindern gebautes Floß: Die erste angelieferte Pumpe wartet auf kleinen Kunststoffpontons und Holzlatten im Uferdickicht darauf, ans gegenüberliegende Ufer gepaddelt zu werden. Dort, am nordwestlichen Waldrand, liegen bereits einige Rohre. Wenige Meter abseits fällt nur ein orangefarbener Metallcontainer ins Auge, das Elektroaggregat. Ansonsten ruht still der See.

Diese ruhigen Tage indes sind gezählt. Noch in dieser Woche rechnet Michael Hesse, Immobiliengeschäftsführer beim Flughafen, mit dem Startsignal der Region: dem endgültigen Planfeststellungsbeschluss. Fünf Jahre lang, so der Plan, wird es dauern, bis soviel Erdreich herangefahren worden sein wird, um aus der – aus ökologischer Sicht – eher minderwertigen Wasserfläche ein halbes Dutzend Kleinbiotope werden zu lassen. Die Untere Naturschutzbehörde der Region nennt dazu Zahlen: für die jetzige Tonkuhle gibt es eine „0“, für das Endprodukt dann eine „6“ – Bestnote.

In dem mehrere Monate gelaufenen Planfeststellungsverfahren haben viele ihre Bedenken geäußert, aber letztlich ihr Einverständnis gegeben – darunter auch die Stadt Langenhagen und der örtliche Naturschutzbund. Nur der Wasser- und Bodenverband Scheidegraben hält dagegen. Die letzte Frist, seinen Widerspruch zurückzuziehen, hat dessen Vorsitzender, der Garbsener Heinrich Nädler, am Dienstag verstreichen lassen. Nach Ansicht des Verbandes wird dort Bauland entstehen. Ein Einigungsversuch in der vergangenen Woche war in Hesses Augen gütlich verlaufen. Der Flughafen wollte für die einmalige Einleitung der Wassermassen aus dem Teich dem Verband ein Entgelt zahlen und anschließend das Areal ins Verbandsgebiet eingliedern lassen. Nädler hingegen möchte, dass die Fläche ins Landschaftsschutzgebiet Ellernbruch aufgenommen wird. Dies habe der Flughafen abgelehnt. Wegen zu geringer Aussicht auf Erfolg wird die Region den Widerspruch des Verbandes zurückweisen. Nädler könnte dann dagegen klagen.

Nädler ist für Hesse kein Unbekannter. Auch als Privatperson gehört Nädler zu den lauteren Fluglärmgegnern in Garbsen. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass Nädler in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender gegen den Flughafen vorgeht. Als es um eine vom Verband angestrebte Klage gegen die Verlängerung der Nordbahn ging, ließ der Flughafen – als Grundstücksanrainer zahlendes Mitglied des Verbandes – prüfen, ob Nädler nicht Mitgliedsbeiträge für Klagen ohne jede Erfolgsaussicht verschwendet. Nädler musste seinerzeit die Klage zurückziehen. Sollte Nädler auch dieses Mal eine Klage anstreben, will Hesse dies bei der nächsten Verbandsversammlung zur Diskussion stellen.

von Rebekka Neander

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