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Umland Langenhagen Nachrichten Junge wird auf Fußgängerüberweg angefahren
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16:47 10.06.2016
So ist es sicher: Der Sprecher des Langenhagener ADFc, Reinhard Spörer, macht es vor, wie sich ein Radfahrer sicher über einen Fußgängerüberweg bewegt. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Der Junge war mit seinem Fahrrad gegen 16.20 Uhr in Höhe des Schulzentrums unterwegs. Wie ein Sprecher der Polizei berichtet, sei er dann unvermittelt über den Zebrastreifen gefahren. Ein 81 Jahre alter Opel-Fahrer, der in Richtung Walsroder Straße unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig. Nach dem Zusammenstoß stürzte das mit einem Helm geschützte Kind zu Boden und verletzte sich. Es kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 650 Euro.

Nach Einschätzung von Reinhard Spörer, Sprecher der Langenhagener Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), fehlt mit Blick auf die Verkehrsbelastung im Bereich der Schulen zwingend das Schild „Vorsicht Kinder“. Doch nicht nur am Schulzentrum hat er gefährliche Bereiche für Radfahrer ausgemacht. Speziell die Kreuzung Konrad-Adenauer- und Walsroder Straße sowie der Bereich in Höhe der Elisabetharkaden hätten sich seinen Angaben zufolge zu Unfallschwerpunkten entwickelt. Die seien auch seit zwei Jahren bekannt. Als Beleg führt er die Unfallzahlen unter Beteiligung von Fahrradfahrern an, die von 2013 bis 2015 um 20 Prozent gestiegen sind.

Aus diesem Grund fordert der ADFC von der Stadtverwaltung Maßnahmen zum Schutz der Radler. Spörer schwebt analog der Feuerwehr eine „Unfall-Schnell-Entschärfungswehr“ vor. Es müsse ein Mechanismus entwickelt werden, mit dem bekannt gewordene Unfallbrennpunkte rasch entschärft werden könnten. „Doch es passiert nichts.“ Die Stadt arbeitete ihren Plan ab, reagiere aber nicht auf plötzlich auftretende Gefahren, kritisiert Spörer.

Polizei übt Regeln mit Kindern

Die Polizei Langenhagen ist regelmäßig in den Schulen unterwegs, um den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr beizubringen, sagt Alexander Zimbahl, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. Seinen Angaben zufolge müssen Radfahrer an einem Fußgängerüberweg grundsätzlich absteigen und das Rad über die Straße schieben, um „das Vorrangrecht zu behalten“. So sieht es auch die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor. Wer den Zebrastreifen lieber radelnd passiert, muss den Autoverkehr beachten, hat also keine Vorfahrt.

Fotostrecke Langenhagen: Junge wird auf Fußgängerüberweg angefahren

Von Sven Warnecke

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