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00:28 28.02.2018
Favorit im Rathaus und beim Stadtkommando der Feuerwehr ist eine Wiese zwischen dem nördlichen Kreisel am Weiherfeld und der Biogasanlage. Quelle: Neander (Archivbild)
Kaltenweide

 Das Areal des NP-Marktes an der Wagenzeller Straße oder die Wiese an der Biogasanlage – auf diese beiden Standorte für ein neues Gerätehaus der Kaltenweider Ortsfeuerwehr haben sich Ortsrat und Feuerwehr nun geeinigt. 

Nach einem mehrfach verschobenen und Mitte Februar nun letztlich gelungenen Abstimmungsgespräch zwischen Ortsrat und dem Stadtkommando der Feuerwehr kehren alle Beteiligten wieder zurück zum Ausgangspunkt. Sämtliche Alternativflächen, die auf Geheiß des Ortsrates von der Stadtverwaltung geprüft werden mussten, sind damit wieder vom Tisch. Über die nun von der Stadt entwickelte Drucksache wird der Ortsrat am Montag in einer außerordentlichen Sitzung endgültig beraten. Der Rat stimmt am 12. März darüber ab. 

Die letzte Ortsratssitzung in Kaltenweide zur Standortfrage des neuen Gerätehauses endete mit einem heftigen Streit zwischen Stadtbrandmeister Arne Boy (rechts) und Mitgliedern des Ortsrates. Inzwischen hat es ein internes, klärendes Gespräch gegeben.  Quelle: Neander (Archivbild)

Dass beide seit Monaten in der Diskussion stehenden Flächen in der Drucksache genannt werden, hat einen einenden Grund: Sowohl das Areal des zwischenzeitlich zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten Supermarktes als auch die Wiese an der Biogasanlage sind mit Fragezeichen versehen. Die NP-Markt-Fläche ist für das inzwischen politisch abgesegnete Raumprogramm der Feuerwehr zu klein. Doch ob die benachbarte Wiese von der Stadt dazu gekauft werden kann, entscheidet sich frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2019. 

Die Wiese an der Biogasanlage könnte jedoch ebenfalls nicht schneller bebaut werden: Es fehlt bislang ein rechtsgültiger Bebauungsplan. Dem Vernehmen nach aber könnten die kommenden Monate genutzt werden, um gegebenenfalls ab Spätsommer 2019 wenigstens eine der beiden Grundstücke für die Feuerwehr herrichten zu können. 

Der leerstehende NP-Markt galt lange als Lösung. Für das neue Raumprogramm ist das Supermarktgelände alleine jedoch zu klein. Ob die Stadt die benachbarte Wiese kaufen und auch nutzen kann, ist aktuell nicht geklärt.  Quelle: Neander (Archivbild)

So könnte die Stadt für die Wiese an der Biogasanlage bereits Untersuchungen starten, um alle ökologischen Details für diesen Bereich zu klären, die unter Umständen gegen eine Bebauung sprechen könnten. Da das Areal aktuell jedoch intensiv als Ackerfläche genutzt wird, rechnet man im Rathaus nicht vordringlich mit der Entdeckung seltener Tiere oder Pflanzen. Einem Vorkommen von Fledermäusen müsste mit Rücksichtnahme bei der Bebauung begegnet werden. Auch das Bauleitverfahren könnte bis zu einem bestimmten Punkt bereits eingeleitet werden. Dann, so heißt es, würden Stadt und Feuerwehr bei einem Scheitern am NP-Markt wenig Zeit verlieren. 

Auch für die Supermarktfläche laufen derzeit im Hintergrund bereits Vorbereitungen, um – sollte sich die Möglichkeit ergeben – die Erweiterungsfläche für die Stadt zu sichern. Da die benachbarte Wiese aktuell jedoch auf Regionsebene offiziell als Überschwemmungsfläche eingetragen ist, müsste die Stadt neben allen Fragen des Grunderwerbs vor allem Ersatz für die Funktion der Wiese behördlich anerkennen lassen. 

Der Ortsrat Kaltenweide tagt am Montag von 19.30 Uhr an im Zelleriehaus. Auf der Tagesordnung steht auch die nachträgliche Beratung zur Schaffung zusätzlicher Hortplätze. Der Rat hatte darüber bereits am 19. Februar beschlossen – vorbehaltlich eines Vetos des Ortsrates. Zu Beginn und am Ende der Sitzung können Kaltenweider Fragen an Politik und Verwaltung stellen. 

Von Rebekka Neander

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