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Alte Sporthalle an der Angerstraße fällt

Langenhagen Alte Sporthalle an der Angerstraße fällt

Bis zum Sommer 2018 müssen für die IGS Süd an der Angerstraße mindestens zehn neue Klassenräume bereitgestellt werden. Dafür, so die Empfehlung der Politik, muss die alte Sporthalle abgerissen werden. Die davon betroffenen Sportvereine sollen Zuflucht in anderen Hallen finden können.

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Langfristig sollen große Teile der IGS Süd neu gebaut werden. Dafür müsste das Schulgelände weit in den Brinker Park nach Westen wachsen. Dessen alter Baumbestand aber soll erhalten bleiben, sagt die Stadt.

Quelle: Grafik: HAZ/Constrata / Bild: Neander

Langenhagen. Dass es eng werden würde auf dem Grundstück der IGS-Süd an der Angerstraße, ist schon lange klar. So eng sogar, dass die Stadtverwaltung durchaus in Erwägung zog, die Grundschule dort aufzulösen. Politik und Schule lehnten dies damals ab - mit dem Versprechen zu akzeptieren, dass es nun auf Jahre während der Bauarbeiten eng und laut werden würde.

Und derzeit sieht es so aus, dass sie sich daran halten: Einstimmig hat der technische Schulbauausschuss in seiner letzten Sitzung eine erste Weiche dafür gestellt. Danach wird für den bereits im kommenden Sommer notwendigen Interimsbau für gleich zehn Klassen die kleine, in die Jahre gekommenen Turnhalle abgerissen. Zwar ohne Beschluss, wohl aber mit einhelliger Begeisterung wurde überdies ein erstes Neubau-Konzept für die IGS-Süd quittiert. Vielleicht auch, weil dieser durchaus Enge verhindern soll.

Dafür aber wächst die inzwischen vereinigte Gesamt- und Grundschule kräftig nach Westen in den Brinker Park. Die derzeitige Grundfläche der Gebäude und Außenbereiche würde damit nach groben Schätzungen gut verdoppelt. Die neue Sekundarstufe I erhielte ihre Zufahrt deutlich im Süden der Kindertagesstätte an der Straße Brinkholt. Der Zugang zur Grundschule bliebe hingegen an der Angerstraße. Der alte Baumbestand des Parkes jedoch soll unter allen Umständen erhalten bleiben.

Vorgestellt wurde dieser Entwurf von Constrata-Geschäftsführer Jens Kerkhoff, der die Stadt auch bei der Bau-Entwicklung für das neue Gymnasium und die IGS-Umbauten im Stadtkern berät. Kerkhoff führte anhand detaillierter Zeichnungen aus, wie es aussähe, baute die Stadt alle neuen notwendigen Gebäude auf dem derzeitigen Schulgelände. Dann, hielt Kerkhoff fest, bliebe zu wenig Fläche für die Pausen, auf eine Außensportfläche müsse verzichtet werden und die Schule erhielte zu wenige Parkplätze. Noch problematischer aber wäre die Erreichbarkeit der Schule durch die Feuerwehr. Das unter dem Plan notierte Ergebnis lässt keinen Interpretationsspielraum: "Variante 1 ist nicht umsetzbar."

Die Grundidee des von nun von allgemeinem politischen Wohlwollen begleiteten Entwurfs ist eine Aufteilung der Schule: Rund um den derzeitigen Kern der Schule sollen Grundschule und Hort angesiedelt werden. Auf den jetzigen Schulhof im Westen zieht die dann zentral gelegende Mensa. Die Sekundarstufe I (sowie eine mögliche Oberstufe) erstrecken sich dann in einer langgezogenen Spange im Westen bis hinunter in den Süden bis zur Straße Brinkholt. Die bereits existierende Kindertagesstätte wird dabei mit eingerahmt.

Insgesamt veranschlagt Constrata rund sieben Jahre Bauzeit, beginnend mit dem Abriss der kleinen Turnhalle. Dieser Wegfall, so Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch in der Sitzung, soll aber nach dem Wunsch der Stadt nicht allein zu lasten der derzeit dort aktiven Sportvereine gehen. Martin Beck von der Behinderten-Sportgemeinschaft Langenhagen hatte zu Beginn der Sitzung sein massives Missfallen geäußert. Unter dem Wegfall der Turnhalle hätten vor allem Behindertensportgruppen zu leiden. "Wir haben dem Sportring signalisiert, dass wir darauf setzen, dass der Wegfall der Halle von allen Vereinen solidarisch getragen wird", entgegnete Gotzes-Karrasch. Wenn in der Stadt Hallenkapazitäten wegfielen ganz generell, müsse es eine stadtweite Lösung dafür geben.

Nachdem die Politik nun den Standort für den ersten, sofort notwendigen Interimsbau festgelegt hat, steht laut Kerkhoff als nächstes ein Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Schulareals nach Westen in den Brinker Park auf der Tagesordnung. Erst danach könnten Stadt und Schule detailliert in das künftig nötige Raumprogramm einsteigen.

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Langfristig sollen große Teile der IGS Süd neu gebaut werden. Dafür müsste das Schulgelände weit in den Brinker Park nach Westen wachsen. Dessen alter Baumbestand aber soll erhalten bleiben, sagt die Stadt.

Quelle: Grafik: HAZ/Constrata / Bild: Neander
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