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Stefan Otte macht Bad-Inventar zu Geld

Langenhagen Stefan Otte macht Bad-Inventar zu Geld

Im Freibad Godshorn sind die Lichter bereits ausgegangen. Nun beginnt der Ausverkauf - im Internet. Doch darf der Geschäftsführer das Inventar veräußern? Stefan Otte sagt ja. Die Langenhagener Stadtverwaltung ist bei einigen Dingen anderer Auffassung und hat die eigene Rechtsabteilung informiert.

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Auch die Rutsche des Freibades steht derzeit im Internet zum Verkauf.

Quelle: Archiv

Godshorn. "Schade, das es so endet.......", beschreibt etwa ein Nutzer bei Facebook seine Gefühle angesichts des   Inventarverkaufs im Internet. Andere fragen beziehungsweise bezweifeln dort, ob der Bad-Geschäftsführer Stefan Otte das überhaupt dürfe.

Nachdem Otte jetzt im Internet neben diversen Kleinteilen - insgesamt handelt es sich um circa 40 Positionen - wie Rasenmäher oder Stühlen nun auch eine Flutlichtanlage für 10.000 Euro, eine Wasserrutsche für 5250 Euro oder einen Treppenlifter für 4500 Euro zum Verkauf inseriert hat, ist darauf die Langenhagener Stadtverwaltung aufmerksam geworden. Nach Auskunft von Stadtbaurat Carsten Hettwer wurde inzwischen schon die eigene Rechtsabteilung mit der Angelegenheit betraut. "Kleinteile wie eine Kaffeemaschine sind unbedenklich", sagte Hettwer nun auf Anfrage. Der Treppenlifter indes sei für die neue Wasserwelt eingeplant. Andere Dinge müssten ebenfalls rechtlich geprüft werden.

Stefan Otte indes sagte am Freitag auf Anfrage, dass es sich bei dem von ihm bei Ebay angebotenen Teilen um das Eigentum der Betreibergesellschaft handeln würde. Das könne jeder auch so in der Inventarliste lesen. Und der Treppenlifter sei damals zu Zweidrittel von seiner Gesellschaft angeschafft worden, berichtet er.

Mit dem Ende des Bades in Godshorn sei er als Geschäftsführer auch für die Abwicklung zuständig. Und der Verkauf des mobilen Inventars sei ein ganz normaler Vorgang. So gewährleiste er auch den Rückbau des Badgeländes, meint Otte. "Den Vorwurf, ich würde Inventar der Stadt veräußern, weise ich ganz entschieden zurück", betont der Geschäftsführer. 

Otte hat zwischenzeitlich auch seinen Rechtsanwalt Gerold Papsch informiert. Bei den zu Verkauf stehenden Dingen handele es sich "nur um mobiles Inventar", sagt der Jurist auf Anfrage. Wenn die Verwaltung eine andere Rechtsauffassung vertrete, werde das geklärt. Seinen Angaben zufolge habe der Bad-Geschäftsführer kein Interesse daran, bei der Abwicklung Fehler zu begehen. Papsch kündigt für nächste Woche ein klärendes Gespräch mit der Stadt an.

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