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Umland Langenhagen Nachrichten Kita-Hündin Frieda hilft Kindern beim Rechnen
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00:21 20.04.2018
Hündin Frieda hilft den Kita-Kindern beim Rechnen. Quelle: Priesemann
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Langenhagen

 Die Mädchen und Jungen toben wild schreiend im Traumzimmer der Kindertagesstätte Eentje Rummert umher. Dann geht die Tür auf und Erzieherin Sandra Thieße kommt mit ihrer Kita-Hündin Frieda in den Raum. Die fünf bis sechs Jahre alten Kinder sind sofort leise und knieen sich ruhig auf den blauen Teppichboden. „Ihr wisst, dass wenn Ihr laut seid, Frieda unkonzentriert wird und mit euch gleich nicht rechnen kann“, erinnert Thieße ihre Schützlinge nochmal. Und die etwa 15 Kinder wollen ihren vierbeinigen Gast auf keinen Fall ärgern und reißen sich deshalb zusammen haben.

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Ein Junge wirft Leckerlis in die „Rechenmaschine“. Frieda schaut aufmerksam zu. 

Die einjährige Frieda kommt inzwischen zweimal die Woche in die Kita des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Leibnizstraße, ganz in der Nähe der Sportanlagen des SC Langenhagen. Im Januar hatte Thieße mit ihrer Hündin der Rasse Magyar Vizsla die Prüfung zum Schulhund an der Langenhagener Hundeschule abgeschlossen. „Bei uns zu Hause ist sie von Anfang an von Kindern umgeben und das findet sie auch ganz toll. Sie gehört sowieso zu einer Rasse, die gerne spielt und Aufgaben löst“, erklärt Thieße.

Frieda hilft beim Rechnen und stupst begeistert den Würfel an

Inzwischen hat Frieda ihr zweites Zuhause in der Kita. Sie wird regelmäßig in die Aktionen eingeplant. Während die Hündin dabei ist, singen die Kinder Lieder oder sie machen gemeinsam Hindernisläufe. Heute soll Frieda den Vorschulkindern beim Rechnen helfen. Sie stupst mit ihrer Schnauze einen großen Würfel an. „Das ist eine zwei“, sagt ein Mädchen. Sie darf nun zwei Leckerlis auf einen Teller legen. Beim nächsten Mal würfelt Frieda eine Drei. „Das sind zusammen fünf Leckerlis“, rechnen die Kinder vor und freuen sich. Frieda freut sich ebenfalls über die Belohnung und steht – als sie den Zusammenhang bemerkt – blitzschnell wieder beim Würfel bereit. „Die Kinder sind viel motivierter und konzentrierter beim Rechnen. Außerdem gibt ihnen die Arbeit mit Frieda mehr Selbstvertrauen“, sagt Thieße.

Arbeit mit dem Hund mindert die Ängste der Kinder

Nach einer halben Stunde ist der anstregende Teil des Arbeitstages für Frieda bereits beendet. Sie legt sich schlafen. Hin und wieder kommt ein Kind vorbei, um sie zu streicheln. „Der Hund baut Ängste ab. Zudem lernen die Kinder nebenbei, wie sie mit den Tieren umgehen müssen“, so Thieße. Sie berichtet von einem Jungen, der anfangs große Angst hatte, nun sich aber traut, dem Hund Leckerlis zu geben. Nicht nur er habe inzwischen eine enge Bindung zu Frieda aufgebaut. Auch für die anderen Kinder gehöre Frieda inzwischen einfach zur Kita dazu, hat Thieße beobachtet. „Ein Mädchen hat Frieda neulich zu ihren Haustieren gezählt“, erzählt die Erzieherin mit einem Schmunzeln.

Von Sascha Priesemann

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