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13:53 29.11.2016
Christina Mundlos tritt am Montag ihre Stelle als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Langenhagen an. Die 34-jährige Soziologin hat die Universität Hannover an die Spitze der familienfreundlichen Hochschulen geführt. Quelle: Neander
Langenhagen

An Erfahrung mangelt es Christina Mundlos nicht. Die 34-Jährige ist Autorin, studierte Soziologin und Germanistin und hat an der Leibniz Universität Hannover als Gleichstellungsbeauftragte gearbeitet. Sie ist Mutter zweier Kinder und war eine der ersten Frauen in der Bundeswehr. Dass sie sich im Frühjahr dieses Jahres auf die vakante Stelle der Gleichstellungsbeauftragten in Langenhagen beworben hat, ist ein menschlicher Zug: "Nach zwei Jahren als selbständige Autorin zuhause war mir das auf Sicht zu einsam."

Nun wird sie von Montag gleich mehr als 900 Kollegen in der Stadtverwaltung haben, die seit März in Gleichstellungsfragen nur eine provisorisch positionierte Ansprechpartnerin hatten: Justyna Scharlé wird sich wieder ihrer eigentlichen Arbeit als Integrationsbeauftragte wimen können. Scharlé wirkte bereits während der Elternzeit von Anne Weyhing für eineinhalb Jahre als deren Vertretung. Sie setzte dies fort, nachdem sich Weyhing aufgrund unüberbrückbarer Unstimmigkeiten mit der Verwaltungsspitze kurz nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit von dem Posten zurückgezogen hatte.

Christina Mundlos kennt auch derlei Konfliktfelder - zumindest als Forschende. Zu den beiden Büchern, die zu Jahresbeginn erscheinen werden, gehört unter anderem der Titel "Diskriminierung von Schwangeren und Müttern in Bewerbungsverfahren" (16. Januar im Tectum-Verlag). Sie selbst habe ihr erstes Kind "ganz bewusst noch während des Studiums" bekommen. Da sie noch auf Magister studiert habe, konnte sie ihre Verlesungen sehr bewusst auswählen. "Die Betreuung unseres Kindes konnten sich mein Mann und ich sehr gut untereinander aufteilen." Bereits fünf Wochen nach der Geburt habe sie wieder im Hörsaal gesessen. Als Gleichstellungsbeauftragte der Leibniz Universität baute sie später das Familien-Servicebüro mit auf. "Ich habe dort alles erreicht, was geht", sagte Mundlos am Dienstag bei ihrer offiziellen Vorstellung im Rathaus. "Die Universität gehört heute zu den Top 3 der familienfreundlichen Hochschulen."

Mundlos' Lebenslauf umreißt jedoch auch unvermutete Erfahrungen. Weil sie für eine zivile Pilotenausbildung zu klein war, bewarb sie sich bei der Luftwaffe, brach aber die Offizierslaufbahn nach wenigen Monaten ab. "Weil ich dort keine Düsenjets hätte fliegen können." Vor sperrigen Themen weicht die souverän auftretende Frau nicht zurück. Im Gegenteil. Zu den Büchern, die Mundlos im Laufe ihrer selbständigen Autorenzeit veröffentlicht hat, gehören auch die Titel "Gewalt unter der Geburt" und "Wenn Muttersein nicht glücklich macht". Im März erscheint zudem "Künstliche Befruchtung bei Single-Frauen".

Christina Mundlos wurde von Verwaltung und Politik ausmehr als 100 Bewerberinnen ausgewählt, sechs davon waren in die engere Wahl gekommen. "Derlei Möglichkeiten würde ich mir für alle ausgeschriebenen Stellen wünschen", sagte Bürgermeister Mirko Heuer am Dienstag. Stadtbaurat Carsten Hettwer konnte dem nur zustimmen. "Im Hochbau wären wir schon froh, wenn wir sechs Bewerber hätten."

Von Rebekka Neander

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