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Nachrichten Stadt drängt auf Rettung des Maja-Projekts
Umland Langenhagen Nachrichten Stadt drängt auf Rettung des Maja-Projekts
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12:25 26.02.2018
Der Nordtrakt des Hauses der Jugend am Langenforther Platz ist längst Geschichte. Was nun aus Maja werden soll, entscheidet sich Anfang März im Jugendhilfeausschuss. Quelle: Archiv
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Langenhagen

 Die kommende Woche wird zeigen, wie schnell es weiter gehen kann: Mit insgesamt nun vier möglichen neuen Trägern für die vom Ende bedrohte Mobile aufsuchende Jugendarbeit Langenhagen (Maja) wird die städtische Abteilung Kinder und Jugend nun Gespräche führen. Ausgelotet werden soll dabei nicht nur, ob alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, sondern auch welche inhaltlichen Konzepte dem Angebot zugrunde liegen. Ziel ist, so berichtete Abteilungsleiter Frank Labbatz jetzt dieser Zeitung, dem Jugendhilfeausschuss am 8. März eine möglichst präzise Empfehlung vorlegen zu können. „Ob wir dann einen oder zwei Träger vorrangig empfehlen, hängt von den Gesprächen ab“, sagte Labbatz. Er macht keinen Hehl daraus, dass die Zeit drängt. „Wir wollen alles versuchen, die Weiterbeschäftigung von Alexander Pischel nahtlos zu ermöglichen.“

Dem Sozialarbeiter wurde bereits für Ende März gekündigt

Denn nach der Auflösung des Vereins für Sozialarbeit wäre Maja am 31. März am Ende, dem Sozialarbeiter Pischel ist für diesen Termin bereits gekündigt worden. Die Stadt hatte für das allseits anerkannte Projekt in der Hoffnung auf einen neuen Träger öffentlich nach Interessenten gesucht. Langenhagen selbst kann Maja nur dann als Träger übernehmen, wenn sich kein freier Anbieter finden lässt. Als Notnagel schließt dies im Rathaus niemand aus. Gleichwohl würde die Situation dadurch nicht unkomplizierter: Pischels vorwiegend am Abend und am Wochenende liegenden Arbeitszeiten lassen sich mit den Bestimmungen im Öffentlichen Dienst nicht so kostengünstig wie bislang umsetzen.

Wie der Abteilungsleiter Kinder und Jugend der Stadt Langenhagen, Frank Labbatz, jetzt dem Jugendhilfeausschuss mitteilte, hatten auf den städtischen Aufruf hin acht Vereine und Verbände ihr Interesse an einer Übernahme bekundet. Sie waren aufgefordert worden, bis zum 19. Februar ein Kurzkonzept vorzulegen. Das hatte laut Labbatz seinerzeit nur die Gemeinnützige Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA) getan. Zu den Gesprächspartnern der nächsten Tage gehört nun noch die Arbeiterwohlfahrt, die am Interkulturellen Erlebnispark (IKEP) in Kaltenweide bereits parallel zu Maja Jugendarbeit anbietet, der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen sowie der in Wiesenau ansässige Verein Wohnen in der Nachbarschaft (Win). 

Gremium will keine Zeit verlieren und deshalb auf Empfehlung der Stadt vertrauen

Bereits in einer vorangegangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses hatten alle politischen Gruppierungen und dem Gremium angehörenden Interessensvertreter signalisiert, sich auf eine Empfehlung der Stadtverwaltung einlassen zu wollen. Die Fortführung des Projektes sei zu bedeutend, um es durch langwierige politische Beratungen gefährden zu wollen. Pischel hatte seinerzeit eindrucksvoll von einer Arbeit mit jenen Jugendlichen berichtet, die sich an anderen Treffpunkten der Stadt oder gar Sportvereinen nicht erwünscht fühlten. 

Mit der Neuauflage des kürzlich geschlossenen und abgerissenen Unabhängigen Jugendzentrums, das ebenfalls vom Verein für Sozialarbeit betrieben worden war, will sich die Stadt erst später beschäftigen, erklärte Labbatz. Bis zur Fertigstellung des Neubaus anstelle des abgerissenen Nordtraktes sei dafür noch genügend Zeit. Zu diskutieren sei, ob der neue Träger für Maja auch das Jugendzentrum betreiben solle. Bis auf Win hatten alle anderen Interessenten sich auch dafür gemeldet. 

Der Jugendhilfeausschuss tagt am Donnerstag, 8. März. Beginn ist um 17.45 Uhr im Ratssaal. Zu Beginn und am Ende können Langenhagener Fragen an Politik und Verwaltung stellen. 

Von Thomas Böger und Rebekka Neander

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