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Umland Langenhagen Nachrichten Langenhagener setzen sich für Hilfsbedürftige ein
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22:58 20.09.2015
Lothar Petz (von links) und Marko Becker vom Abenteuerspielplatz bekommen Hilfe von Ingo Erhardt, Julian (6) und Markus Sauer.  Quelle: Nils Oehlschläger
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Langenhagen

Egal, worum es geht - viele Langenhagener wollen helfen. Diesen Schluss zieht Christel Kolossa-Saris aus dem Freiwilligentag am Sonnabend. „Ich finde es schön, dass sich die Menschen auch um alte Leute kümmern“, sagte die Leiterin des städtischen Büros für Bürger-Engagement, obwohl die Nachrichten derzeit voll sind von Flüchtlingen. Gleichwohl meldeten sich derzeit viele Freiwillige, um sich bei einer von 15 Aktionen uneigennützig auch für Flüchtlinge zu engagieren. „Jetzt muss man gucken, wie man das erhalten kann“, sagte Kolossa-Saris. Eine Gesamtzahl an Teilnehmern konnte sie am Sonntag noch nicht nennen.

Einsatz zeigten die Teilnehmer auch für die Jugend: Das Abenteuerland am Silbersee bekam eine neue Hangelstange. „Zur Unterstützung hat die Firma Matern uns einen Radlader zur Verfügung gestellt“, sagte Lothar Petz, Vorsitzender des Abenteuerspielplatzes. Mit Ingo Erhardt und Vincenzo Sarubbi waren auch zwei tatkräftige Helfer gekommen. „Der Regen behindert natürlich die Arbeit“, sagte Petz. So wurde das Projekt kurzzeitig unterbrochen.

Zum Schutz vor dem starken Regen hatte der Repair-Treff vor der Volkshochschule ein Zelt aufgebaut. Dort konnten Fahrräder und PCs zur Reparatur abgegeben werden. Auch die Fahrradmonteure Peter Lenk und Jens Nolden wurden von Helfern aus Afghanistan und Syrien unterstützt. „Wir helfen den Flüchtlingen, damit sie autark sind“, erklärte Nolden. Dadurch sollen diese selbstständig die Fahrräder montieren können.

Auch viele ältere Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Für diese hat sich Stadtmitarbeiterin Doris Becker ein Projekt ausgedacht. „Wir basteln Mobiles für Menschen, die im Pflegeheim und bettlägerig sind“, sagte Becker. Mit ihren Helferinnen Petra Grages und Christine Katzensteiner klebte sie Bilder von historischen Orten und Gebäuden auf bunten Pappkarton. Auf der anderen Seite ist ein aktuelles Foto von derselben Stelle zu sehen. Für ihre Arbeiten fand die Gruppe auch einen prominenten Abnehmer. „Auch der Bürgermeister wollte ein Mobile haben“, sagte Becker beim Abschlussabend. no

Von Nils Oehlschläger

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