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00:37 01.06.2018
Elif (14) von der Oberschule in Stadtoldendorf fährt ihren Flitzer zur Probe. Quelle: Jarolim-Vormeier
Langenhagen

Pralle Sonne und kein Wölkchen am Himmel: Bei der zweiten Auflage des Solar-Cups auf dem Sportgelände der Robert-Koch-Realschule (RKS) haben am Dienstag optimale Bedingungen geherrscht. „Besser hätten wir es nicht treffen können“, sagte Anna Noack, Organisatorin des Wettkampfs und Bildungsreferentin bei der Stiftung Niedersachsen Metall, erfreut. Mit der Aktion will die Stiftung die Schüler für Solarenergie und naturwissenschaftliche Fächer begeistern.

Insgesamt 80 Mannschaften mit bis zu jeweils drei Teilnehmern aus 13 niedersächsischen Schulen traten nun auf dem Sportplatz der RKS, die den Konstruktionswettkampf mitorganisierte, gegeneinander an. Für die Rennen hatten die Schüler kleine Fahrzeuge gebaut, die mit Solarenergie betrieben werden. Auf zehn Meter langen Bahnen ließen die Jungen und Mädchen, die übrigens eindeutig in Unterzahl an den Start gingen, ihre selbst gebauten Karosserien flitzen.

150 Schüler beteiligen sich am Solar-Cup

Die Stiftung Niedersachsen Metall steuerte Solarzellen und Getriebemotoren bei. Den Bau der Fahrzeuge übernahmen die Siebt- bis Elftklässler selbst – natürlich mit etwas Hilfe der Lehrer. Trotzdem war das Konstruieren der Flitzer ganz schön kniffelig: Kurz vor dem Start musste ein Team der RKS aufgeben. Noch am Morgen habe alles gut funktioniert, berichtete Realschüler Justin. „Beim Probelauf auf der Bahn fuhr das Fahrzeug dann nicht“, bedauerte der 15-Jährige. Auch sein Mitschüler Daniel war traurig und frustriert. Die Achse sei zu schwer und somit laufen die Räder nicht auf der Strecke, mussten beide enttäuscht feststellen. Drei Solarzellen hatten sie verbaut und liebevoll mit Lego-Steinen die Front samt Spoiler gestaltet. „Leider umsonst“, bedauerte auch Techniklehrer Dominic Spittmann. Dennoch seien die Schüler zuversichtlich und wollen nächstes Jahr mit ihren Flitzern punkten, kündigte der Pädagoge an.

Hingegen rollte das Solarfahrzeug von Jonas, Jonas und Gianluca vom Gymnasium Ernestinum in Rinteln perfekt. „Vor dem Rennen mussten wir ein Teil mit Sekundenkleber nachkleben“, erzählte der 14-jährige Jonas. Doch dann beim ersten Start hatte alles geklappt – und das Team belegte auf Anhieb den ersten Platz. Damit qualifizierten sie sich für die nächste Runde. „Den Schülern macht es richtig Spaß und das gemeinsame Tüfteln verbindet“, erzählte Lehrerin Stefanie Germer. Zudem seien sie sehr an Technik interessiert. Die Teilnehmer bauten ihre fahrbaren Konstruktionen aus selbst gewählten Materialien. Als Räder wurden beispielsweise CD-Rohlinge verwendet. Nur lenken konnte man die kleinen Fahrzeuge nicht.

Die Teams traten in zwei Kategorien an. Bei der ersten Kategorie mussten die Fahrzeuge eine Distanz von zweimal zehn Metern bewältigen und wurden auf halber Strecke manuell umgesetzt. Bei der zweiten Kategorie war eine 40 Meter lange Strecke mit Tunneldurchfahrt und automatischem Fahrtrichtungswechsel gefordert. Sieger in Kategorie A war Aarthi und Maxim von der IGS Stöcken. In der Kategorie B gewannen Sven und Justin von der Eugen-Reintjes-Schule in Hameln.

Eine Neuauflage des Solar-Cups soll auch im nächste Jahr wieder organisiert werden - und dann auch wieder mit Beteiligung der Robert-Koch-Realschule Langenhagen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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