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Nachrichten Muslimische Kita liegt weiter auf Eis
Umland Langenhagen Nachrichten Muslimische Kita liegt weiter auf Eis
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12:57 24.02.2018
Von Thomas Böger
Die Mitgliedschaft der Türkisch-Islamischen Gemeinde Langenhagen im staatsnahen Dachverband Ditib ist für etliche Kommunalpolitiker ein Problem. Quelle: Böger
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Langenhagen

Die Pläne der Türkisch-Islamischen Gemeinde für einen eigenen Kindergarten in Langenhagen liegen weiter auf Eis. Die Politik will zunächst Fragen sammeln, die dann im Mai in einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses beantwortet werden sollen. Danach ist eine weitere Informationsrunde im Rat geplant.

Bereits im vergangenen Sommer hatte die Türkisch-Islamische Selimiye Camii Gemeinde einen Antrag gestellt, als Träger freier Jugendhilfe anerkannt zu werden. Das wäre Voraussetzung für die Einrichtung eines Kindergartens, der für alle, auch nichtmuslimische Kinder offen sein soll. Von dem ursprünglichen Plan einer zweisprachigen Einrichtung hat die Gemeinde inzwischen wieder Abstand genommen.

Im September hatte sich der Langenhagener Jugendhilfeausschuss bereits mit dem Antrag befasst, eine Entscheidung aber verschoben. Dabei wurde von Sprechern mehrerer Fraktionen betont, dass man die Arbeit der Gemeinde durchaus schätze. Problematisch sei jedoch deren Mitgliedschaft im Dachverband Ditib, wegen dessen Nähe zur türkischen Regierung.

Die Kommunalpolitiker wünschten sich schon damals mehr Informationen über Ditib. Die konnte ihnen auch eine zur jüngsten Ausschusssitzung eingeladene Vertreterin der Kompetenzstelle Islamismusprävention des niedersächsischen Innenministeriums nicht liefern: Ditib sei "kein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes", und deshalb dürfe sie zu diesem größten Dachverband muslimischer Gemeinden in Deutschland nichts sagen, erklärte sie. Nur eine Auskunft konnte sie geben: Ditib gehöre dem Beirat der Kompetenzstelle an.

Auf Vorschlag von Maren Rietschel (Grüne) verständigten sich die Ausschussmitglieder schließlich auf folgendes Verfahren: Bis zur nächsten Sitzung am 8. März können die Fraktionen Fragen formulieren, die die Verwaltung an die Gemeinde weiterreicht. Antworten sollen deren Vertreter dann bei der darauf folgenden Sitzung im Mai geben. Danach sollen sich bei einem weiteren, nicht öffentlichen Treffen auch die übrigen Ratsmitglieder ein Bild machen können. Ob eine Entscheidung noch vor den Sommerferien erfolgen kann, ist offen.

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