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Umland Langenhagen Nachrichten Viele rote Hände gegen Kindersoldaten
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00:17 26.01.2018
Von Thomas Böger
Viele Rote Hände gebieten in der Aula der IGS Langenhagen der Rekrutierung von Kindersoldaten symbolisch Einhalt. Quelle: Böger
Langenhagen

Der Internationale Tag gegen den Einsatz Kindern als Soldaten ist zwar eigentlich erst am 12. Februar. Aber die 6. Klassen der IGS haben sich schon vorher für die Rechte und den Schutz ihrer Altersgenossen in aller Welt und vor allem in Kriegsgebieten eingesetzt. Als sie in der Projektwoche zum Thema "Kinder der Welt" mit dem Schicksal von Kindersoldaten konfrontiert wurden, entschlossen sie sich, die Aktion "Red Hand Day" der internationalen Kinderschutzorganisation Terre des Hommes zu unterstützen.

Dazu sammelten sie in der Schule fast 1000 rote Handabdrücke, die sie jetzt dem Langenhagener Ratsherrn und Präsidenten des AWO-Bezirksverbandes, Marco Brunotte, übergaben. Der stellte seine Hand ebenso wie IGS-Leiter Timo Heiken für zwei weitere Abdrücke zur Verfügung und will den dicken Stapel Papiere an das Außenministerium in Berlin weiterreichen: Schließlich sei Deutschland einer der Hauptexporteure von Waffen, vor allem von Kleinwaffen, die in Krisen- und Kriegsgebieten besonders oft in die Hände von Kindersoldaten gerieten, sagte Brunotte.

Zuvor hatten die Schüler die Forderungen des internationalen Bündnisses gegen Kindersoldaten vorgestellt. Dazu gehören ein Verbot der Rekrutierung von Kindern für militärische Einsätze ebenso wie die Werbung dafür oder Schutz und Bildung für geflohene Kindersoldaten. Ihnen müsse politisches Asyl gewährt werden. Außerdem sollte mehr Geld für Hilfsprogramme bereitgestellt werden und, ganz wichtig: ein Verbot von Waffenlieferungen in Gebiete, in denen Kindersoldaten eingesetzt werden.

Brunotte lobte die Schüler für ihren Einsatz, bei dem sie "mit ganz vielen Menschen über das Thema geredet" hätten. Er glaube, dass mehrere der angesprochenen Punkte, beispielsweise der Waffenexport, "auch Forderungen an die neue Bundesregierung" werden könnten. Schließlich gehörten seinen Angaben zufolge auch rund 2000 Minderjährige zur Bundeswehr. Die AWO trete außerdem dafür ein, dass Kinderrechte in das Grundgesetz aufgenommen würden, erklärte der SPD-Politiker.

Während der Projektwoche hatten die Schüler jedoch nicht nur rote Hände gesammelt, die dem Rekrutieren von Kindern symbolisch Einhalt gebieten sollen. Sie stellten Plakate her und hielten in anderen Klassen kleine Vorträge. Insgesamt hätten sie sich intensiv mit der Situation von Kindern in aller Welt befasst, berichtet Jahrgangsleiterin Imke Roggemann. Dabei hätten sie auch erfahren, dass sich ihre eigenen Probleme gegenüber denen von Altersgenossen in anderen Regionen oft doch relativ harmlos ausnähmen.

IGS-Leiter Timo Heiken (links) und Ratsherr Marco Brunotte lassen sich ihre Hände mit Fingerfarbe bemalen, um ebenfalls einen Abdruck zu der Aktion gegen Kindersoldaten beizusteuern. Quelle: Böger

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