Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Erneut vertagt: Senioren sind über Politik verärgert
Umland Langenhagen Nachrichten Erneut vertagt: Senioren sind über Politik verärgert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:15 26.02.2018
Der Seniorenbeirat wünscht sich auf der Südseite des CCL eine Haltebucht für Autos. Quelle: Sven Warnecke
Anzeige
Langenhagen

 So lang ist die Wunschliste des Langenhagener Seniorenbeirates nicht. Es geht um weitere Quartiertreffs nach dem Vorbild in Wiesenau – auch in den übrigen Ortsteilen -, um Möglichkeiten für Ruftaxen und -busse sowie um eine Haltebucht vor dem Südeingang des CCL. Dazu hatte das Gremium bereits im vergangenen Jahr einen entsprechenden Antrag gestellt.

Doch dieser Vorstoß fiel in den politischen Gremien gleich mehrmals durch. Denn es fehlte die daraus resultierende finanzielle Dimension für die Stadt, wurde nun auch im jüngsten Finanzausschuss vielstimmig moniert, dieses Mal etwa von Dirk Musfeldt (Grüne) oder Wilhelm O.Behrens (Unabhängige). In der Folge kam der Vorschlag, im interfraktionellen Gespräch mit dem Seniorenbeirat nun zu einer Lösung zu kommen. Da half auf kein von Felicitas Weck (Linke) vorgebrachter Kompromiss, den Antrag des Seniorenbeirats zu deren Gunsten und mit Ziel einer zeitnahen  Abstimmung umformulieren zu wollen. Zumal diesen Weg auch nach Worten von Wolfgang Kuschel die SPD mitgegangen wäre.

 Dienstag beraten Vertreter der Fraktionen mit dem Seniorenbeirat

Und wie geht es nun weiter? Auf Einladung des Seniorenbeirats wollen sich nun die Abordnungen von Parteien und Gruppen im Langenhagener Rat zum interfraktionellen Gespräch mit dem Seniorenbeirat zu dem Beschlussvorschlag 2017/516 am Dienstag treffen, teilt die Vorsitzende des Gremiums, Christa Röder, auf Anfrage mit. Gleichwohl gab sie sich auch ein wenig zerknirrscht. Denn der Antrag sei mehrfach bereits von der Politik beraten und wieder vertagt worden. Ihr selbst sei davon aber nie etwas mitgeteilt worden, berichtet Röder. Das Resultat habe sie vielmehr erst auf eigene Anfrage erhalten.

Dass die Mehrheiten in der Langenhagener Politik den Antrag des Seniorenbeirates abgelehnt hätten, wertet sie im Gespräch mit dieser Zeitung vielmehr als „Unwissenheit der Politik“. Dazu verweist Röder auch auf den Langenhagener Altenhilfeplan, auf den nunmehr siebten Altenbericht der Bundesregierung und vor allem auch auf die älter werdende Gesellschaft und den sich daraus ergebenden Aufgaben für die Kommunen – vor allem auch deren Pflichten.  Darin werde unter anderem empfohlen, die Altenhilfe zur kommunalen Pflichtaufgabe zu machen. Zudem werde ein „kommunales Basisbudget für eine dem Gemeinwesen orientierte Seniorenarbeit“ angeregt. „Wir müssen auf den demografischen Wandel reagieren“, betont Röder. 

Finanzausschuss diskutiert eine knappe Stunde und vertagt das Thema trotzdem

Was sie geradezu absurd findet, ist die Tatsache, dass sich in der jüngsten Beratung der Finanzausschuss 50 Minuten mit dem Thema befasst habe, und eben dann das Thema zurückverwiesen und eine interfraktionelle Beratung vorgeschlagen habe. Doch das hat der Seniorenbeirat nun akzeptiert – die Vertreter würden dem Gespräch optimistisch entgegensehen.  Röder gibt sich zudem zuversichtlich, am Dienstag etwas für den Antrag des Seniorenbeirats erreichen zu können. Gleichwohl ist sie aber auch so realistisch zu wissen, dass es für eine „Zukunftssicherung der Senioren“ in Langenhagen derzeit an visionären Ideen in der Politik fehle.

Der Seniorenbeirat selbst tagt wieder am Dienstag, 17. April, um 10 Uhr im Ratssaal.

Von Sven Warnecke

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Energie-Projektgesellschaft Langenhagen (EPL) senkt die Preise für Nahwärme rückwirkend zum Jahresbeginn. Mit diesem Angebot wird das langjährige Verfahren mit dem Kartellamt eingestellt. 

25.02.2018

Bei einer Feier in Langenhagen schüttete Hassan A. Brennspiritus in glühende Holzkohle. Der Feuerball traf einen Freund, der sechs Tage später starb. Nun wurde A. wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

25.02.2018

Da sage noch einer, Langenhagen ist keine Hochburg der Narren. Das Gegenteil beweist die Jugend der Närrischen Langenhagener Ritterschaft Rot-Gelb. Denn sie  hat sich für die Norddeutsche Meisterschaft in Aachen qualifiziert.

25.02.2018
Anzeige