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Umland Langenhagen Nachrichten Sozialkaufhaus öffnet im Mai
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00:15 07.04.2014
Von Sven Warnecke
Die Vorstandsmitglieder der Genossenschaft Nicola Barke und Reinhold Fahlbusch (Mitte) schauen sich mit Bürgermeister Friedhelm Fischer die neuen fairKauf-Räume im CCL an. Quelle: Sven Warnecke
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Langenhagen

Den Kontakt zwischen dem CCL-Vermieter und Reinhold Fahlbusch, Vorsitzender der Genossenschaft, die Träger von fairKauf ist, habe die Stadt hergestellt, berichtete Bürgermeister Friedhelm Fischer. Nach mittlerweile sechs Jahren Suche soll es am 15. Mai endlich so weit sein. Dann öffnet in Langenhagen das seit 2008 erwünschte soziale Kaufhaus. Im Sortiment: Geschirr, Kleidung, Möbel und Bücher. Alles aus zweiter Hand, alles gespendet. Lebensmittel und Drogerieartikel gibt es nicht im Sortiment.

Mit den Einnahmen werden unter anderem die festangestellten Mitarbeiter bezahlt, aber auch Mieten. Aus dem Verkauf kann die Genossenschaft circa 85 Prozent der Ausgaben decken, der Rest kommt aus Zuschüssen.

Mit den gebrauchten Waren solle auch weniger vermögenden Käufern eine günstige Alternative geboten und arbeitslosen Menschen eine Chance zur Qualifizierung im Verkauf gegeben werden, erläuterte Fahlbusch am Freitag das Konzept von fairKauf. „Wir sind ein Kaufhaus mit Trainingscharakter und keine Konkurrenz für den Einzelhandel“, betonte er.

fairKauf

Gewinne werden reinvestiert

Das Diakonische Werk, der Caritasverband und das Werkheim haben die Genossenschaft gegründet, die das Sozialprojekt fairKauf betreibt. Es werden keine etwaigen Gewinne ausgeschüttet. Vielmehr werden diese gezielt in soziale Zwecke investiert. Mittlerweile gibt es fünf Geschäfte in der Region Hannover. Dort sind 60 Ehrenamtliche aktiv, die älteste Helferin ist 83 Jahre alt. Sie organisieren gemeinsam mit 82 Mitarbeitern, von denen zuvor 85 Prozent arbeitslos waren, die Geschäfte. Sie werden dort trainiert und im Verkauf ausgebildet. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0511) 3576590 und auf fairkauf-hannover.de im Internet. Über die Rufnummer können auch Sachspenden angeboten werden.

Vielmehr soll speziell jungen Leuten ohne Schulabschluss und Ausbildung eine zweite Chance auf dem Arbeitsmarkt geboten werden, betonte Fahlbusch. Mit Blick auf den Nachwuchsmangel sagt er: „Das Potenzial darf man nicht liegen lassen.“ Wichtig sei ihm aber auch, dass etwa 40 Prozent der Käufer in den fairKauf-Läden eine solide finanzielle Basis hätten. „So lernen unsere Auszubildenden, mit anspruchsvollen Kunden umzugehen“, sagte Fahlbusch, der als pensionierter Bankdirektor den Vorstandsposten ehrenamtlich bekleidet. „Das ist uns wichtig, damit die bedürftigen Kunden nicht das Gefühl bekommen, in ihrer Notlage aufzufallen“, ergänzte fairKauf-Geschäfsführerin Nicola Barke

„Der Stadt steht so ein Projekt gut zu Gesicht“, betonte Fischer. Das CCL sei der ideale Standort, rund herum Einzelhandel. Dort könnten die bei fairKauf ausgebildeten Menschen weitervermittelt werden. Er ist von dem Konzept überzeugt. Deshalb wird der Verwaltungschef der Politik vorschlagen, dass sich die Stadt mit 100 Geschäftsanteilen - 50 Euro pro Anteil - an der Genossenschaft beteiligen soll. „Um ein Zeichen zu setzen“, hob der Bürgermeister hervor.

„Bei Vollbeschäftigung wären wir überflüssig“, ist sich Fahlbusch indes sicher. Doch damit sei nicht zu rechnen.

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