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Nachrichten „AG Vielfalt“ setzt beim Sparen nun auf Dialog
Umland Langenhagen Nachrichten „AG Vielfalt“ setzt beim Sparen nun auf Dialog
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15:02 11.03.2018
Die Langenhagener Mehrheitsgruppe setzt beim Sparen nun auf Dialog. Quelle: Symbolbild
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Langenhagen

 Angesichts der anstehenden immensen Ausgaben in den nächsten Jahren von etwa 230 Millionen Euro für Schulen, Kitas oder Feuerwehren muss auch eine so vergleichsweise reiche Kommune wie Langenhagen sparen. Darüber ist sich die „AG Vielfalt“, eine von der CDU geführte Mehrheitsgruppe mit Grünen, BBL, FDP, Unabhängigen und WAL einig. 

Vor diesem Hintergrund wurde von ihr ein Haushaltsbegleitantrag beschlossen. Dieser sieht im Kern vor, pauschal 15 Prozent der Kosten aller Bauinvestitionen und 10 Prozent der Personalausgaben zu reduzieren. Doch groß kommuniziert oder erläutert wurde das dann nicht wirklich, räumen Jessica Golatka (CDU) und Demenic Veltrup (BBL) nun unisono ein. Und ja, Kommunikation sei durchaus das A und O. „Wir hätten unseren Haushalt im Vorfeld besser erklären müssen und so  wahrscheinlich manche Diskussion erspart“, geben beide am Freitag unumwunden zu.  

Doch an ihren Zielen des Begleitantrages hält die „AG Vielfalt“ fest. Denn nur so lasse sich die Verschuldung bremsen. „Damit die Bürger im Nachgang nicht die Zeche mit einer satten Steuererhöhung zahlen müssen“, betont die Christdemokratin. Die Mehrheitsgruppe stünde für nachhaltige Politik. Und einen Sparwillen habe man in den vergangenen Jahren nicht erkennen können, ergänzt Veltrup.  „Von den anderen Ratsfraktionen sind keine konstruktiven Vorschläge gekommen.“ Sie seien nur angetreten, um Geschenke zu verteilen, moniert er.

Nun setze die Mehrheitsgruppe Ziele, die die Verwaltung umzusetzen habe. Die pauschalen Kürzungen begründet beide damit, sich nicht in Details verzetteln zu wollen. Golatka und Veltrup geben aber durchaus auch zu, dass das Sparprogramm eine „Herausforderung“ für den Bürgermeister sei. Doch die „AG Vielfalt“ wolle das jetzt im Dialog mit Mirko Heuer und der Verwaltung erreichen. Und die 15 Prozent Einsparung sei auch nicht in Stein gemeißelt, meinen sie. Man wolle aber entsprechende Sparbemühungen sehen. Sollte das indessen im begründeten Einzelfall nicht klappen, müsste gemeinsam nach Lösungen gesucht werden, geben sich Golatka und Veltrup moderat.

Am Montag, 19. Februar, geht es um 18.30 Uhr in der Ratssitzung zum Thema Haushalt vermutlich in eine neue Runde.

Von Sven Warnecke

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