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Gute Chancen auf Umbau der Walsroder Straße

Langenhagen Gute Chancen auf Umbau der Walsroder Straße

Nun also doch: Staatssekretär Frank Nägele hatte am Dienstagmorgen zwar keine Geldkoffer dabei, aber seine Zusage ist für Langenhagen 1,2 Millionen Euro wert. Demnach könnte die Stadt die Walsroder Straße am Langenforther Platz mit dem zuletzt versagten Zuschuss vom Land ab April umbauen.

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Mit dem Umbau der Walsroder Straße nördlich des Langenforther Platzes sollen die langen Rückstaus an der Ampel verkürzt und die Parkplätze neu geordnet werden. Zudem würde der Geh- und Radweg verbessert.

Quelle: Neander

Langenhagen. Die Rechnung ist einfach, die Rechtslage dagegen kompliziert: Gleichwohl ließ sich Nägele beim Ortstermin auf der Kreuzung am Langenforther Platz sogar auf Aussagen ein, die nur wenig vom Ausgang der Landtagswahl Mitte Oktober abhängig sind. Demnach könne Langenhagen darauf vertrauen, die bereits 2016 im weiteren Sinne vom Land avisierten Zuschüsse über 60 Prozent der Baukosten von insgesamt 1,8 Millionen Euro zu erhalten. Vor allem aber könne die Stadt auf einen sogenannten vorzeitigen Maßnahmenbeginn setzen. Heißt: Wenn alles glatt geht, darf Langenhagen im Januar die Aufträge ausschreiben und im April mit dem Bau beginnen. Auch, wenn der Zuschuss des Landes tatsächlich erst später kommt.

Dieses Detail war für Stadtbaurat Carsten Hettwer und Verkehrsplanerin Anette Mecke am Dienstagmorgen die entscheidende Nachricht. Andernfalls hätte der Rat demnächst darüber entscheiden müssen, ob die desolate Fahrbahn samt nur provisorisch geflicktem Geh- und Radweg im kommenden Jahr allein auf Langenhagener Kosten saniert werden soll. Eine entsprechende Beschlussdrucksache war bereits in Vorbereitung. "Jetzt aber können wir darauf verzichten und werden den Rat nur noch über den Stand der Dinge informieren", sagte Mecke erleichtert.

Hintergrund dieses vermeintlichen Zick-zack-Kurses war eine für die Stadt so überraschende wie frustrierende Nachricht des Wirtschaftsministeriums Ende vergangenen Jahres. Ein Gesetz, das die Rechtsgrundlage für die Landesverwendung von Bundeszuschüssen im Straßenbau regelt, läuft 2019 aus. Die bis dahin bereits bewilligten Projekte füllten die Kapazität der Landesbehörde für Straßenbau. Ohne Folge-Gesetz erhielten alle bis dahin nur theoretisch bewilligten Zuschüsse wie Langenhagen eine Absage. An einer Fortschreibung der gesetzlichen Regelung zweifeln weder die SPD noch die CDU im Landtag. Gleichwohl gingen Hettwer und Mecke bis Dienstagmorgen davon aus, dass es vor 2020 kein Geld vom Land geben würde.

Da Nägele dieses Detail nun aus der Welt geräumt hat und auf Nachfrage dieser Zeitung es als "äußerst unwahrscheinlich" bezeichnete, dass veränderte Mehrheiten im Land nach dem 15. Oktober daran noch etwas rütteln könnten, wollen Hettwer und Mecke nun in Detailabstimmungen mit der Landesbaubehörde gehen. Dessen Leiter für Hannover, Langenhagens ehemaliger Bürgermeister Friedhelm Fischer, ist die Dringlichkeit des Projektes wohl bekannt. Mecke betonte am Dienstag auch im Gespräch mit Nägele einmal mehr, dass nach den jüngsten Sanierungsarbeiten im unterirdischen Leitungsbau die Fahrbahndecke sowie der Geh- und Radweg im Hinblick auf den bald erwarteten Ausbaubeginn nur äußerst provisorisch aufgetragen worden sei. Entsprechend hoch sei die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Frostschäden nach dem kommenden Winter. Bis 2020, so Mecke, hätte die Stadt mit der Reparatur nicht warten können.

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Mit dem Umbau der Walsroder Straße nördlich des Langenforther Platzes sollen die langen Rückstaus an der Ampel verkürzt und die Parkplätze neu geordnet werden. Zudem würde der Geh- und Radweg verbessert.

Quelle: Neander
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