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Nachrichten Stadtbahn soll bis zur Neuen Bult fahren
Umland Langenhagen Nachrichten Stadtbahn soll bis zur Neuen Bult fahren
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22:09 26.06.2012
Langenhagen soll zwei weitere Haltestellen für die Stadtbahn bekommen. Die Bahnen sollen dann bis zur Neuen Bult fahren. Quelle: Archiv
Langenhagen

Bis zum Beginn der neunziger Jahre endete die Stadtbahn am Berliner Platz. Dann erweiterte der damalige Landkreis die Strecke, sodass die Bahnen seit 1991 bis zur Theodor-Heuss-Straße fahren. Entlang dieser Straße schlängelt sich ein mehrere Meter breiter Grünstreifen, auf dem die etwa 1300 Meter lange Trasse für die Stadtbahn entstehen kann. Auch, wenn der Bereich zunächst nicht für eine Stadtbahn vorgesehen war, sagt Planerin Anette Mecke. „Seinerzeit sollte dort eine vierspurige Straße entstehen, doch der Ausbau entfiel wegen des geringen Bedarfs“, sagt sie.

Inzwischen hat die Verwaltung die technische Prüfung abgeschlossen, die ein klares Ja für die Stadtbahn ergeben habe, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. „Auch die Machbarkeitsstudie mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung kommt zu einem positiven Ergebnis“, fügt er hinzu. Vor allem für die Bewohner der Wohngebiete Neue Bult und rund um den Reuterdamm sei der Ausbau interessant, wenn zwei Haltestellen entstehen - eine an der Niederrader Allee und eine an der Rennbahn.

Einhergehen würde der Ausbau mit einem neuen Konzept für die Busse: Die Buslinie 650 aus Burgwedel/Isernhagen würde ebenso wie die Linie 122 an der Rennbahn enden. Dort kann sich Hettwer einen Park-and-ride-Parkplatz vorstellen, entsprechende Gespräche mit dem Rennverein laufen seinen Angaben zufolge. Die Haltestelle sei aber noch aus einem anderen Grund interessant, sagt Bürgermeister Friedhelm Fischer. „Wir bieten den Besuchern des geplanten Bades damit eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr“, erklärt er.

Die Kosten für das Projekt betragen maximal 17,5 Millionen Euro. Ein Viertel davon müssen sich Stadt und Region teilen, drei Viertel kommen - derzeit noch - aus einem Bundestopf für den Ausbau der Infrastruktur. Mit Blick auf einen möglichen Baubeginn sagt Hettwer: „Ich bin froh, wenn der Start in fünf Jahren erfolgt.“ Zuvor müsste der Rat ein deutliches Signal an die Region senden, dass diese die Erweiterung in den Nahverkehrsplan verankert und ein Planfeststellungsverfahren anschiebt. „Das kann bis zu drei Jahre dauern“, sagt der Stadtbaurat. Er hofft auf eine breite politische Mehrheit und auf die Zustimmung der Anwohner, wenn er am Donnerstag im Stadtplanungs- und Umweltausschuss erstmals das Vorhaben vorstellt.

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