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Mittelständler Logiline kooperiert mit China

Langenhagen Mittelständler Logiline kooperiert mit China

Mit einer Kooperation zur China Brilliant Group (CBG) will sich der Langenhagener Mittelständler Logiline auf Veränderungen des Marktes einstellen, die Geschäftsführer Olaf Krause als dramatisch bezeichnet. "Für uns geht es um die Frage, ob wir anderen das Feld überlassen oder partizipieren."

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May Yu von der China Brilliant Group und Olaf Krause von Logiline unterzeichnen den Kooperationsvertrag in der Millionenstadt Shenzhen.

Quelle: privat

Langenhagen. Vor 19 Jahren gründete Krause mit seinem Partner Frank Püster das Unternehmen mit Sitz am Neddernfeld, das sich insbesondere um Frachtraum, Zollpapiere und andere Dienstleistungen rund um die Logistik kümmert. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 65 Mitarbeiter, Tendenz steigend. Auch die Zahl der Standorte wächst: Momentan ist Logiline in Rehren, Köln, Frankfurt/Main, Lemwerder und Berlin mit einer Niederlassung vertreten. "Langenhagen bleibt aber der Stammsitz", sagt Krause, der sich vor allem im Wirtschaftsklub engagiert.

Mit der Kooperation zur CBG, die Krause via Vertrag besiegelt hat, wagt das mittelständische Unternehmen nun den Sprung nach Asien. "Wir müssen auf die anstehenden dramatischen Veränderungen im Markt reagieren", sagt er. Immer weniger Menschen kauften in Zukunft selbst ein. "Das entwickelt sich zur Ausnahme, weil viele aus Gründen der Bequemlichkeit ihren Einkauf online bestellen und dann liefern lasen werden." Überdies werde persönliche Einkaufsverhalten immer kleinteiliger. So erwarte der Logistik-Bundesverband für das  Jahr 2020 einen Versand von gut 4 Milliarden Sendungen  - in diesem Jahr ist es eine Milliarde weniger. Noch fehle die dafür notwendige nationale und internationale Infrastruktur, doch die befinde sich im Aufbau.

Denn in den vergangenen Jahren hätten chinesische Unternehmen in Europa vor allem Produktionsstätten und Firmen gekauft, nun gehe es um Dienstleistungen - und dafür sei es wichtig, dass sich die Firmen und Kräfte in Europa bündelten: "Sonst haben wir keine Zukunft." An der Reise einer Wirtschaftsdelegation aus Niedersachsen nach Shenzhen nahmen neben Logistiker Krause auch Zulieferer für den Maschinenbau, Automobil-Händler, ein Gips-Hersteller oder Rechtsanwälte teil.

Einige kannten bereits Teile des chinesischen Marktes, auch Logiline hat mit der Mediengruppe Madsack mehrere Ratgeber für Unternehmen in Asien und Deutschland herausgegeben. Jetzt gebe es eine andere Stoßrichtung, sagt Krause, weil die alte Seidenstraße wiederbelebt werde. Aus Shenzhen kämen die Züge in Hamburg, Duisburg oder Rotterdam an und brächten Waren aus China nach Europa. "Schiffe sind zum Teil zu langsam, Flugzeuge zu teuer", sagt Krause. Auf diesen Bereich wollen sich Logiline und CBG spezialisieren, zumal der Rückweg noch interessanter sei. "Aus China kommend, sind die Züge voll, die Rückfahrten bieten aber noch Kapazitäten."

Für das kommende Jahr steht der Gegenbesuch aus Shenzhen zur Hannover Messe an: "Dann werden wir sehen, an welche Geschäftsfelder wir noch weiter andocken können." Schließlich verfüge CBG, 2006 gegründet, mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde Euro und gut 1000 Mitarbeitern unter anderem über Erfahrungen mit der grenzüberschreitenden E-Commerce-Plattform oder einer integrierten Außenhandels-Service-Plattform in China, Amerika, Südasien und Afrika. "Nur Deutschland ist noch ein weißer Fleck", sagt der Langenhagener.

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