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Umland Langenhagen Nachrichten Ausschuss gibt grünes Licht für Umbau
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00:17 09.09.2017
Von Sven Warnecke
Nach dem Willen des Verkehrsausschusses soll der bislang eher triste Vorplatz des Bahnhofs Pferdemarkt umgestaltet werden. Quelle: Sven Warnecke
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Langenhagen

Dass der Vorplatz des Bahnhofs einer Schönheitskur bedarf, ist unstrittig. Doch wie nur? Darüber sollten in den vergangenen Jahren angebotene Workshops, Gesprächsrunden und entsprechende Architektenentwürfe Klarheit bringen. Nun stehen Ergebnisse fest – doch die Zeit drängt auch. Denn für die Arbeiten sind dem Rathaus Zuschüsse des Bundes und des Landes in Aussicht gestellt worden. Diese bewegen sich über das Städtebauförderprogramm auf etwa Zweidrittel der Gesamtkosten in Höhe von etwa 1.050.000 Euro. Das Geld ist zugesagt – es muss nur in naher Zukunft abgerufen werden, heißt es dazu aus der Verwaltung.

„Innen hui, außen pfui“ lautet ein landläufiges Sprichwort. So ist es auch bei einem der wenigen historischen Baudenkmäler Langenhagens. Nach dem Kauf des Bahnhofs Pferdemarkt durch eine Wedemärker Investorenfamilie hat sich innen einiges getan. Nur der Außenbereich lässt zu wünschen übrig. Da das Areal aber zu dem Sanierungsgebiet Kernstadt Nord/Walsroder Straße gehört, könnte dort dank des Fördergeldes etwas geschehen.

Und das wird es in naher Zukunft vermutlich auch. Einstimmig hat der Langenhagener Verkehrsausschuss nun grünes Licht für die Pläne des Ingenieurbüros Künne & Partner gegeben. Jetzt muss nur noch Mitte September der letztlich entscheidende Verwaltungsausschuss in nicht öffentlicher Sitzung seinen Segen geben, dann könnte das Projekt zwecks Verschönerung des Vorplatzes im nächsten Jahr konkretisiert und in Angriff genommen werden.

Es gehe einzig und allein darum, dem Platz mehr Aufenthaltsqualität zu geben, betonte am Dienstagabend dann auch Architekt Thomas Pfeiffer bei der Vorstellung der Pläne. Diese bezögen nicht nur die Wünsche der Stadtverwaltung mit ein, sondern vor allem auch die der Anlieger, sagte er. Vieles sei als Ergebnis aus den Workshops eingeflossen. Aber nicht alles, berichtete Pfeiffer jetzt den Ausschussmitgliedern.

Seinen Angaben zufolge soll der Bahnhofsvorplatz derart verkehrsberuhigt werden, dass auf der Nordseite eine Einbahnstraße samt Wendehammer gebaut wird. Vis-á-vis ende die Fahrbahn gar in einer Sackgasse. Bei einem Fahrversuch – auch wegen der kritischen Stimmen angesichts des vom Radius eher gering bemessenen Wendehammers – wurde festgestellt, das diesen aber durchaus auch große Fahrzeuge etwa der Feuerwehr oder der Müllabfuhr passieren könnten. „Wir krempeln die Führung des Verkehrs auf dem kleinen Platz um“, konstatiert Pfeiffer. „Auch im Sinne der dortigen Gastronomie.“

Er berichtet von einem „bunten Blumenstrauß“ an Wünschen, die als Ergebnisse aus den Workshops berücksichtigt werden sollten. „Doch nicht alle Anregungen können umgesetzt werden“, schränkt der Planer vom Ingenieurbüro Künne & Partner ein. So werde es dort wohl kein Boule- und Beachvolleyballfeld geben oder gar eine Bühne. Dazu sei das Areal viel zu klein, begründet er seine Absage.

Was es indes geben wird, sind ausreichend Stellplätze für Fahrräder. Falls die Stadtverwaltung auch mit der Deutschen Bahn als Eigentümer über den Erwerb einer Fläche unweit des Bahnhofs handelseinig werden würde, könnte dort auch eine entsprechende Fahrradgarage entstehen. Das habe den Vorteil, dass die zunächst circa 100 geplanten Fahrradbügel auf der Nordseite des Vorplatzes zugunsten weiterer Autostellplätze verlegt werden könnten. Neben den dann anvisierten etwa 150 Fahrradplätzen würde die Zahl der Autoparkplätze von bislang 21 – so viele gibt es dort bislang auch – um fünf auf dann 26 anwachsen, stellen Pfeiffer und Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer in Aussicht.

Untersuchungen des Ingenieurbüros hatten gezeigt, dass nur zehn Prozent der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs am Bahnhof Pferdemarkt mit dem Auto anreisen würden. Vielmehr hatte eine Befragung unter 450 Menschen an einem Tag ergeben, das 60 Prozent zu Fuß und etwa 15 Prozent mit dem Fahrrad kämen, erläutert Pfeiffer das Ergebnis der Interviews zwischen 6 und 10 Uhr.

Doch das ist nicht alles: Ziel ist, dass das Areal künftig mit mehr Aufenthaltsqualität glänzt. Dazu solle die Fläche nicht nur mit mehr Bäumen, Hecken und Beeten versehen, sondern auch behindertengerecht gestaltet und ebenerdig ohne Stufen umgebaut werden, kündigt Landschaftsarchitekt Peter Carl an. Gleiches gelte nach Rücksprache mit den Eigentümern für den Zutritt zum Bahnhofsgebäude selbst.

Michael Gleichmann von der SPD brachte es schließlich auf den Punkt: „Die Planung bringt den Platz richtig nach vorne.“

Weitere Amtszeit für Karsten Habermann

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Langenhagener Verkehrs- und Feuerschutzausschusses in der jüngsten Sitzung des Gremiums für eine weitere Amtszeit von Karsten Habermann als Godshorner Ortsbrandmeister ausgesprochen. Nun müssen nur noch der Verwaltungsausschuss und der Rat der Stadt Mitte des Monats über die Personalie befinden.

Gudrun Mennecke als Vorsitzende des Verkehrs- und Feuerschutzausschusses brachte es am Dienstagabend im Anschluss an das Votum auf den Punkt: „Wir sollten dankbar sein, wenn sich Freiwillige weiterhin für die Übernahme dieses anspruchsvollen Ehrenamtes bereit erklären würden.“ Zuvor hatte sich der Fachausschuss bereits einstimmig der vorangegangenen Wahl der Freiwilligen Feuerwehr Godshorn angeschlossen.

Damit könnte Habermann zum 1. November für weitere sechs Jahre in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen werden. Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing hatte gemäß des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes ebenfalls bereits seine Zustimmung erteilt, dass der 55-jährige Oberbrandmeister für eine weitere Amtszeit ernannt werden soll.

Habermann war erst Anfang August bei den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Godshorner Ortsfeuerwehr mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber geehrt worden. Die Auszeichnung überreichte Langenhagens Stadtbrandmeister Arne Boy. Habermann erhielt das Ehrenkreuz für die vielen Jahrzehnte, in denen er in leitender Position bei den Ehrenamtlichen tätig ist, berichtet Feuerwehrsprecher Stephan Bommert.

Fotostrecke Langenhagen: Ausschuss gibt grünes Licht für Umbau

Die Stadtverwaltung lässt im Gewerbegebiet Godshorn derzeit einige Straßen sanieren. Dafür muss ab Donnerstag der Abschnitt der Schwabenstraße gesperrt werden. Darauf weist Rathaussprecherin Juliane Stahl hin. Im gleichen Zuge kann die sanierte Fahrbahn der Hessenstraße wieder freigegeben werden.

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