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Langenhagen Neues Emmaus-Gemeindehaus kostet mehr Geld
Umland Langenhagen Neues Emmaus-Gemeindehaus kostet mehr Geld
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12:53 26.07.2018
Elke Zach (links) und Anja Quast vom Kirchenvorstand begutachten den Baufortschritt am Gemeindehaus. Quelle: Antje Bismark
Langenhagen

Die angespannte Situation auf dem Baumarkt bekommt auch die Emmausgemeinde zu spüren: Es fehlen Handwerker, und die Baukosten für das neue Gemeindehaus an der Ringstraße/am Sonnenweg steigen voraussichtlich von 870.000 auf 950.000 Euro. Diesen Widernissen zum Trotz denken Anja Quast und Elke Zach vom Kirchenvorstand bereits an Heiligabend: Sie möchten die Weihnachtsstube in diesem Jahr wieder im Gemeindehaus feiern.

Im Oktober vergangenen Jahres rissen Arbeiter das bisherige Gemeindehaus an der Ringstraße ab, es war zu groß und zu unwirtschaftlich. Seitdem laufen die Arbeiten für den ebenerdigen Neubau, allerdings mit einer sechsmonatigen Zwangspause. „Erst hat uns die Frostperiode einen Strich durch den Zeitplan gemacht, dann kam die Holzknappheit“, sagt Zach bei einem Besuch vor dem Rohbau. Und schließlich habe schlicht der Zimmermann gefehlt, der die großen Holzrahmen für die Fenster und die Dachkonstruktion erstellen sollte. „Eigentlich sollte alles im März erledigt sein“, ergänzt Quast. Nun hätten sich die Arbeiten bis Juli gezogen. Gleichwohl, betonen die Kirchenvorsteherinnen, habe das jetzt beauftragte Unternehmen ebenso schnell und gut gearbeitet wie der Dachdecker.

Deshalb hoffen beide, dass die Weihnachtsstube an Heiligabend wieder im Gemeindehaus öffnen kann. Denn beim Spielen, Basteln und Klönen gebe es unterschiedliche Wünsche, die bei dem Treffen im vergangenen Jahr im provisorischen Quartier nicht immer zusammengepasst hätten. Die Chancen stünden gut, sagt Quast: Schließlich stehe die Lieferung der großen Fenster für Anfang August an – dann sei das Schlimmste geschafft. „Wir bekommen das Gebäude damit in den nächsten Wochen dicht, so dass der Innenausbau unabhängig vom Wetter laufen kann.“ Eine weitere Verzögerung bei den Handwerkern drohe nicht: Die Aufträge für Trockenbauer, Elektriker und Tischler seien vergeben, und die Firmen hätten die Termine zeitgerecht zugesagt.

Im Gemeindebrief habe der Kirchenvorstand die Mitglieder regelmäßig informiert, auch bei den Gottesdiensten hätten sich die Besucher nach dem Baufortschritt und der Pause erkundigt, sagt Quast und fügt schmunzelnd hinzu: „So bleiben wir wenigstens im Gespräch.“ Das ist wohl auch in den nächsten Wochen und Monaten notwendig, denn neben der zeitlichen Verzögerung kämen auf die Gemeinde auch höhere Baukosten zu. Sie lagen inklusive der Außenanlagen bei 870.000 Euro, nun rechnen Zach und Quast mit 950.000 Euro. Bis zu 45.000 Euro davon übernimmt der Kirchenkreis, den Rest muss die Gemeinde aufbringen. „Wir werben gezielt um Spenden für die Küche“, kündigt Zach an. Dazu werde der Kirchenvorstand im Gemeindebrief und in separaten Briefen aufrufen.

Ohne das Kirchenkreisamt, sagen die Kirchenvorsteherinnen unisono, hätte die Gemeinde den Neubau nicht so gut managen können: „Wir haben dort jederzeit Hilfe erhalten, das hat uns alle sehr entlastet.“

Von Antje Bismark

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