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Langenhagen Polizei und Stadt setzen Großkontrolle an
Umland Langenhagen Polizei und Stadt setzen Großkontrolle an
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13:46 12.10.2018
In einer groß angelegten Kontrolle durch Stadt, Polizei, Zoll und Region Hannover wurden am Donnerstagabend zwei Shisha-Bars an der Walsroder Straße überprüft. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

In einer groß angelegten Aktion haben Polizei, Stadt, Region, Feuerwehr und Zoll am Donnerstagabend zwei Shisha-Bars an der Walsroder Straße überprüft. Zudem setzte die Polizei bis spät in die Nacht zu einer weitreichenden Tempo-Kontrolle in der Kernstadt an. Dabei gingen den Einsatzkräften zum einen gleich 30 Tempo-Sünder ins Netz (der schnellste war mit 103 Stundenkilometern in der Stadt unterwegs und verliert nun seinen Führerschein), ein illegal umgerüsteter BMW wurde stillgelegt, zum anderen stellten die Behörden in den beiden Shisha-Bars eine Vielzahl verschiedener Verstöße fest.

Anlass dieser lang geplanten Aktion waren nach Angaben von Polizeisprecher Hendrik Stange wiederholte Auffälligkeiten rund um die beiden Lokalitäten. „Hinzu kamen diverse Beschwerden von Anwohnern über Rasereien im Stadtgebiet“, berichtete Stange am Freitag dieser Zeitung. Überprüft wurden dabei in den Gewerbeobjekten alle dort beschäftigen Personen, mögliche Verstöße gegen Hygiene-, Bau- und Brandschutzvorschriften sowie gegen das Lebensmittelrecht. In einer der beiden Shisha-Bars ermittelten Feuerwehrleute in einem Betriebsraum eine zu hohe Kohlenmonoxid-Konzentration, der Gastraum war davon jedoch nicht betroffen.

Ordnungsabteilung prüft Eröffnung von Bußgeldverfahren

Für die Ordnungsabteilung der Stadt war unter anderem deren Leiter Boris Ehrhardt bei dem Einsatz dabei. „Wir haben den Jugend- und den Nichtraucherschutz überprüft und im Auftrag der städtischen Bauverwaltung auch Vorschriften aus ihrem Bereich.“ Auch Ehrhardt berichtete im Nachgang von diversen Beschwerden von Anwohnern vor allem über Lärm- und Geruchsbelästigung im Umfeld der beiden Lokalitäten sowie über wiederholte von dort ausgehenden Auto-Rasereien. Aus diesem Anlass hätten sich die verschiedenen betroffenen Behörden zu einem gemeinsamen Vorgehen entschieden.

„Beim Jugendschutz konnten wir keine Verstöße feststellen“, berichtete Ehrhardt am Freitag dieser Zeitung. Doch sowohl beim Nichtraucher-Schutz als auch im baulichen Bereich hätten er und seine Mitarbeiter diverse Verstöße feststellen und dokumentieren können. „Diese werden jetzt von den Fachabteilungen im Haus geprüft. Dann leiten wir gegebenenfalls Bußgeldverfahren ein.“ Gravierende Verstöße, die eine sofortige Schließung einer Bar nach sich gezogen hätten, gab es keine. Sämtliche angetroffenen Mitarbeiter in den beiden Betrieben waren nach Angaben von Hans-Werner Vischer im Hauptzollamt in Hannover korrekt angemeldet. Über die Erkenntnisse der Region beispielsweise zum Hygienerecht lagen am Freitag noch keine Informationen vor.

Führerschein weg nach illegalem Rennen

Ein illegales Autorennen auf der Walsroder Straße im Juli dieses Jahres hat nun ein juristisches Nachspiel erhalten: Einem der beiden damals beteiligten Autofahrer wurde jetzt der Führerschein vorläufig entzogen. Die zwei Raser waren im Juli an einem Sonntagnachmittag bei einem illegalen Autorennen mitten in der Stadt von der Besatzung eines Streifenwagens erwischt worden. Die Polizisten konnten eines der Fahrzeuge anhalten und den 20-jährigen Fahrer kontrollieren. Der junge Mann war damals mit einem geliehenen Wagen mit hoher Motorleistung unterwegs. Nach einem Zeugenaufruf in der Zeitung erhielt die Polizei weitere Hinweise, die die Ermittlungen unterstützten. Die Ermittlungen gegen den zweiten Autofahrer dauern an.

Von Rebekka Neander

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