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Lehrte Rat erneuert Forderung zum Erhalt der Klinik
Umland Lehrte Rat erneuert Forderung zum Erhalt der Klinik
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14:03 01.11.2018
Die Diskussionen über seine Zukunft ebben nicht ab: Das Krankenhaus an der Manskestraße aus der Vogelperspektive. Quelle: Hiller
Lehrte

Die Zukunft des Lehrter Krankenhauses ist jetzt erneut Gegenstand einer Debatte im Rat der Stadt gewesen. Die CDU-Fraktion hatte eine Aktuelle Stunde zu dem Thema gefordert. Darin bekräftigten Sprecher jeglicher Couleur die Lehrter Forderung nach dem Erhalt der Klinik. Die Einschätzungen der aktuellen Lage fiel jedoch recht unterschiedlich aus. So wie der Lehrter Rat bereits im Juli, will auch der Sehnder Rat eine Resolution zum Erhalt und der zukunftsfesten Ausrichtung des Krankenhauses verabschieden.

Zuletzt hatte es im Juni Irritationen um das Lehrter Krankenhaus gegeben. Damals hatten Krankenkassen und der Krankenhausplanungsausschuss des Landes die Pläne zur Sanierung und Neuausrichtung der Klinik an der Manskestraße abgelehnt und damit quasi die Schließung gefordert. Für den Dezember waren Entscheidungen angekündigt worden. Anfang August meldete sich dann Regionspräsident Hauke Jagau mit einem Schreiben an die Stadt Lehrte zu Wort, in dem er deutlich machte, dass die im März 2016 von der Regionsversammlung beschlossene Marschroute nach wie vor Gültigkeit habe. Und diese sehe eine Zwei-Standorte-Lösung mit Großburgwedel und Lehrte sowie den Ausbau eines altersmedizinschen Schwerpunkts in Lehrte vor.

Lehrtes CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Denke-Jöhrens mag der Sache jedoch nicht trauen. Das Land sehe die Sache anders als die Regionsversammlung, sagte er jetzt im Rat der Stadt: „Es ist kurz davor, dass wir mit unserem Krankenhaus doch hinten runter fallen.“ Die CDU in der Region habe sich nun an Entscheidungsträger auf Landesebene gewandt und um Unterstützung für die Lehrter Belange gebeten. Es sei Zeit, dass „alle ihren Einfluss geltend machen und Überzeugungsarbeit für unsere Interessen leisten“, sagte Deneke-Jöhrens an die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Linken gewandt. „Wir müssen unsere Abgeordneten sensibilisieren“, forderte der Christdemokrat.

SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann betonte, dass es richtig sei, das Thema noch einmal zu vertiefen. Es gäbe aber nach wie vor keine Entscheidung gegen das Votum der Regionsversammlung aus dem März 2016. Vielmehr sei mittlerweile ein komplexes Geflecht des Zusammenwirkens der einzelnen Klinikstandorte in Großburgwedel, Laatzen und Lehrte entworfen worden, in dem „alles gegenseitig voneinader abhängt“. Darin werde der zentrale Punkt der Einrichtung einer speziellen Geriatrieabteilung in Lehrte bestätigt. „Es kann also nicht die Rede davon sein, dass es einen Beschluss gegen Lehrte gibt“, folgerte Wiechmann.

Ronald Schütz (Grüne) betonte indessen, dass SPD und CDU auf Landes-, wie Regionsebene alle Fäden in der Hand hätten. Schließlich gebe es dort große rot-schwarze Koalitionen.

Von Achim Gückel

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