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Lehrte Auf Gut Adolphshof geht es um den Apfel
Umland Lehrte Auf Gut Adolphshof geht es um den Apfel
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19:20 30.09.2018
Der Apfel ist die Lieblingsfrucht der Deutschen Quelle: Konstantin Klenke
Hämelerwald

Jakob Fischer, Ingrid Marie und der Finkenwerder Herbstprinz: Wenn man die Schilder mit diesen Namen liest, die auf dem Tisch einer Bierzeltgarnitur liegen, könnte man die drei für Ehrengäste des Apfelfests auf Gut Adolphshof halten. Doch wer die weiteren Informationen auf den Schildern liest und auf die jeweils parallel angeordneten Obstteller blickt, stellt schnell fest: Bei dem Trio handelt es sich nicht um Besucher, sondern um drei von 70 Apfelsorten, die neben Birnen und Mirabellen auf dem Adolphshof gedeihen.

Verwandt mit dem „Allerweltsapfel aus dem Supermarkt“, wie Verena Lüpper ihn nennt, sind diese kaum: „Supermärkte bieten immer zwei bis drei gleiche Sorten an“, erklärt Lüpper, die im Bildungsbereich des Adolphshofs arbeitet. Von süß bis sauer und mehlig bis knackig präsentiere man hier die gesamte geschmackliche Vielfalt der Frucht, die zu den am meisten angebauten der Welt zählt. Zudem: „Allergiker haben mit unseren Äpfeln keine Probleme“, erläutert ihre Mitstreiterin Gabi Bartels-Krüger. Den Apfel konnten die Zuschauer nicht nur anschauen und probieren, sondern auch mitgebrachte Sorten vom Pomologen bestimmen lassen oder Saft pressen.

Manfred Tschäke vom Naturschutzbund Burgdorf-Lehrte-Uetze freut sich über den Zulauf. Quelle: Konstantin Klenke

Mit einer Streuobstwiese im Hohnhorstpark kümmert sich auch die Ortsgruppe des Naturschutzbundes um die Lieblingsfrüchte der Deutschen. Auch wenn er feststellt, das Wissen um die Natur verloren gehe, macht sich Manfred Tschäke wenig Sorgen: Gerade beim Apfelfest habe er wieder erlebt, wie groß der Zulauf in Zeiten von Klimawandel und Bienensterben sei.

Unabhängig vom Apfel stellten die knapp 50 Menschen mit Assistenzbedarf, die in der sozialtherapeutischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft auf dem Gutshof leben, zum Apfelfest ihre Arbeit vor. Von Sitz- und Gartenmöbeln über geflochtene Körbe und Holzschatullen – die Ergebnisse können sich sehen lassen. Das Apfelfest sei immer „ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit“, erklärt Martin Langhein. „Hier werden Inklusion und Teilhabe erlebbar.“

Von Konstantin Klenke

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