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Lehrte Der Gipfel der Romantik
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17:28 08.01.2019
Der profilierte lyrische Tenor Christoph Prégardien kommt mit Schumanns Lieduyklus "Dichterliebe" ins Schloss. Quelle: Hans Morren
Burgdorf

“Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne, die liebt ich einst alle in Liebeswonne. Ich lieb sie nicht mehr, ich liebe alleine – die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine. Sie selber, aller Liebe Bronne, ist Rose und Lilie und Taube und Sonne“, notierte einst Heinrich Heine in seinem Lyrischen Intermezzo. Die schmachtenden Worte des Poeten hat dann Robert Schumann 1840 in Klang gefasst und damit einen Evergreen der Gattung Kunstlied geschaffen. „Dichterliebe“ heißt dieser Liederzyklus. Der lyrische Tenor Christoph Prégardien trägt ihn am Sonntag, 13. Januar, 17 Uhr, im ersten Schlosskonzert dieses noch jungen Jahres vor, begleitet von dem Pianisten Danile Heide.

Mit dem Konzert im Ratssaal bittet der Kulturverein Scena zu einer Art Romantik-Gipfel. Schumanns Vertonung der mehr als 40 Heine-Gedichte gilt schließlich bis heute als i-Tüpfelchen in der Geschichte des Kunstliedes, in der sich Dichtung und Musik nachgerade kongenial ergänzen, wie es im deutschen Sprachraum sonst nur noch in der Zusammenarbeit von Hofmannsthal und Strauss belegt ist. Dabei freilich lassen es Prégardien und Heide nicht bewenden. Die beiden Musiker warten obendrein mit neun Liedern Franz Schuberts auf, welche dieser zwischen 1813 und 1817 nach Gedichten aus dem poetischen Tagebuch des aus dem nahe Celle stammenden Ernst Conrad Schulze schuf. Schumann wie Schubert gelten als herausragende Vertreter der Romantik.

Christoph Prégardien vollbringt wahre Wunderdinge“, sagt die angesehene Fachzeitschrift Fono Forum dem in Köln lebenden Tenor nach. Der schliff seine stimmliche Begabung als junger Sänger bei den Limburger Domsingknaben. Nach Studienjahren in Frankfurt, Stuttgart und Mailand nahm er 1983 ein erstes Engagement an der Oper Frankfurt an. Er sang als erster lyrischer Tenor am Opernhaus in Gelsenkirchen, leitete eine Gesangsklasse an der Hochschule für Musik und Theater Zürich und ist seit 2004 Professor an der Musikhochschule Köln. Prégardien, der weltweit Meisterkurse gibt, gilt als einer der bedeutenden lyrischen Tenöre unserer Zeit. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Fach Lied und Oratorium.

Der aus Weimar stammende Pianist Daniel Heide zählt derweil zu den gefragtesten Liedbegleitern und Kammermusikern seiner Generation. Seine CD mit dem Bariton Andrè Schuen etwa erhielt 2016 einen ECHO-Klassikpreis. Mit Prégardien verbindet Heide eine intensive Zusammenarbeit.

Karten für das Schlosskonzert kosten 19 Euro. Sie sind erhältlich in Wegeners Buchhandlung an der Marktstraße, in der VVV-Geschäftsstelle an der Braunscheiger Straße 2. Telefonische Reservierungen sind auch möglich über das Scena-Kartentelefon (05136) 896957. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt, sofern sie sich vorher eine Karte reserviert haben.

Von Joachim Dege

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