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Lehrte CDU: Schutzgebiet nicht einfach durchwinken
Umland Lehrte CDU: Schutzgebiet nicht einfach durchwinken
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00:18 11.10.2018
Der Hämeler Wald soll zum Naturschutzgebiet werden: Die Debatte darüber geht weiter. Quelle: Archiv
Hämelerwald

Die Debatte um die beabsichtigte Umwandlung des Hämeler Waldes in ein Naturschutzgebiet geht weiter. Der Chef der CDU-Fraktion in der Region Hannover, Bernward Schlossarek aus Lehrte, mahnt jetzt in einer Pressemitteilung zur Maxime „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“.

Der Plan der Region, das Naturschutzgebiet auszuweisen, hatte zuletzt in Hämelerwald hohe Wellen geschlagen. Der Ortsrat sprach sich nahezu einmütig gegen das Vorhaben aus. Die Kommunalpolitiker sowie viele Bürger befürchten eine Überregulierung, die sich unter anderem in dem Verbot, die Waldwege zu verlassen, oder in Einschränkungen für die Waldbauern niederschlagen würden. Trotzdem soll die Umwandlung nun sehr schnell über die Bühne gehen, weil die Region bis zur Jahreswende Vorgaben der Europäischen Union zum Thema „Natura 2000“ umgesetzt haben muss.

Schlossarek äußert sich dazu jetzt kritisch. „Nur wenn wir die Menschen vor Ort mitnehmen, können wir langfristig belastbare Lösungen finden“, meint er. Die CDU-Fraktion in der Region stehe für „pragmatischen und ausgewogenen Umweltschutz“. Es gelte den Einzelfall zu prüfen und das gehe nur, wenn man gründlich und nicht bloß schnell vorgehe.

Schlossarek meint, dass die Naturschutzdebatte die kommunale Umweltpolitik in Niedersachsen seit Monaten bestimmt. Die CDU-Fraktion werde die Debatten stets kritisch begleiten. Es sei zwar selbstverständlich, dass die Vorgaben der EU umgesetzt werden müssen. Klar sei aber auch, „dass wir uns gegen eine Übererfüllung der EU-Vorgaben aussprechen“, schreibt der Christdemokrat. Das bedeute, man werde trotz des Zeitdrucks nichts durchwinken. Schlossarek betont auch, dass der derzeitige gute Zustand des Hämeler Waldes nur den dort handelnden Personen, also insbesondere den Waldeigentümern, zu verdanken sei „und nicht einer Verordnung“.

Von Achim Gückel

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