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Lehrte Debatte um Wiesengrund vertagt: Ortsrat will Anwohner fragen
Umland Lehrte Debatte um Wiesengrund vertagt: Ortsrat will Anwohner fragen
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12:56 28.02.2019
Heißt der Wiesengrund in Ahlten bald Kurt-Grefe-Straße? Ahltens Ortsrat will das zunächst die Anlieger der Straße fragen. Quelle: Achim Gückel
Ahlten

Ahltens Straße Im Wiesengrund behält ihren Namen – erst einmal: Die Fraktionen im Ortsrat haben einmütig beschlossen, zunächst die Anlieger zu fragen, was sie von einer Umbenennung in Kurt-Grefe-Straße halten. Erst dann wollen sie eine Entscheidung zutreffen. Die CDU-Fraktion hatte vorgeschlagen, der Straße zu Ehren des im Januar verstorbenen Ahltener Ehrenbürgermeisters Kurt Grefe, genannt „König Kurt“, einen neuen Namen zu geben.

Als Grund für die Planänderung benennt Ortsbürgermeisterin Heike Koehler (CDU) nun Diskussionen, die der Wunsch ihrer Fraktion auf Facebook entfacht hatte. Außerdem hätten sich die Firma Kullick, die im Wiesengrund einen Betrieb für Bürobedarf unterhält, sowie zwei private Anlieger per E-Mail an sie gewandt, und gebeten, sie in die Debatte einzubeziehen. Koehler möchte nun Fragebögen in die Briefkästen der Anlieger werfen: „Wir sind offen für Bürgerbeteiligung und gerne bereit, den Bürgern die Hintergründe unserer Idee zu erläutern“, sagt die Ortsbürgermeisterin: „Dann wollen wir in unserer nächsten Ortsratssitzung eine Entscheidung treffen.“

Ein Bürger hatte auf Facebook auch vorgeschlagen, eine Straße im Neubaugebiet an der Hannoverschen Straße nach Kurt Grefe zu benennen – diesen Vorschlag lehnte Koehler jedoch ab: „Wir haben die Bürger bereits nach Namen für die dort geplanten Straßen befragt.“

Ahltener Streuobstwiese soll zur Naturschutzfläche werden

Während die Debatte um die Umbenennung der Straße Im Wiesengrund vertagt ist, steht eine andere Entscheidung fest: Die Streuobstwiese an der Planetenstraße/Ecke Am Rehwinkel soll nach dem mehrheitlichen Willen des Ortsrats als Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft festgelegt werden. Das hatte die SPD-Fraktion so beantragt. Zurzeit ist das Gelände im Bebauungsplan mit der Möglichkeit versehen, dort Wohnbauten zu errichten. Die Entscheidung, das Flurstück neu zu kennzeichnen, könne, betont Koehler, aber auch jederzeit wieder umgekehrt werden: „Deshalb hat sich die CDU bei der Entscheidung enthalten, will sich aber für den Erhalt der Wiese einsetzen, wenn sich die Notwendigkeit ergibt.“

Von Konstantin Klenke

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