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Lehrte Flohmarkt soll zum Dorffest werden
Umland Lehrte Flohmarkt soll zum Dorffest werden
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17:24 10.09.2018
Karen Unnasch (rechts) wird am Stand von Wiebke Ernst fündig. Quelle: Michael Schütz
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Immensen

Keller und Dachböden in Immensen werden in diesen Tagen leerer als üblich sein. Der Grund dafür ist der Dorfflohmarkt, der am Sonnabend zum vierten Mal in der Straße Hinter den langen Höfen stattfand. 42 Stände hatten die Immenser aufgebaut, auf dem so manches lag, dass den Geschmack der Besitzer nicht mehr traf oder aus dem die Kinder rausgewachsen waren – wie bei Wiebke Ernst. „Ich habe zwei Kinder, die Platz für Neues brauchten“, kam sie dem Wunsch ihres Nachwuchses nach. Schon in der ersten Stunde sei einiges über den Tisch gegangen, zeigte sich Ernst gut gelaunt. „Der Markt ist schon gut besucht und wir sind hier auch erfolgreich.“

Eine von Ernsts Kundinnen war Karen Unnasch. Die Immenserin gehörte zwar selbst zu den Verkäufern, schaute sich aber auch bei den anderen Ständen um. Sie wolle zwar viel loswerden, was sie im Haushalt alles aussortiert hatte. Aber dass neue Dinge die alten ersetzen, sei schon in Ordnung. „So etwas haben wir noch nicht“, sagte Unnasch mit Blick auf die Spielsachen, die sie bei Wiebke Ernst erstanden hatte.

War der erste Flohmarkt noch unter der direkten Leitung der Anwohner nach der Sanierung der Straße entstanden, hat inzwischen der Verein „Gemeinsam für Immensen“ die Leitung übernommen. „Im letzten Jahr haben wir den Markt für alle Immenser geöffnet“, erklärte der Vorsitzende Michael Clement. „Das ist gut angekommen.“ Auf diese Weise gebe es nicht so viele Lücken in der langen Straße. „Wenn nur alle 75 Meter ein Stand steht, sieht das nicht so gut aus.“ Bei den Anliegern rannte der Verein offene Türen ein. „Durch die Öffnung auf das ganze Dorf gibt es viel mehr Publikum“, freute sich Anwohnerin Jenny Nicolaisen, die regelmäßig teilnimmt.

Der Verein wolle den Flohmarkt immer stärker zu einem Dorffest ausgestalten, erklärte Clement. Deswegen gab es das erste Mal Livemusik und einen Auftritt der Tanzkinder des MTV. Außerdem konnten die Besucher künstlerisch tätig werden, so wie Sandra Görlitz. Zusammen mit anderen saß sie beim Stand der Veranstalter und malte. „Wir wollen beim Weihnachtsmarkt und anderen Veranstaltungen weg vom Plastikgeschirr“, sagte Clement. Deswegen hätten sie die Besucher zum Bemalen von Porzellantassen eingeladen. Mitnehmen konnten sie ihr Kunstwerk aber nicht. Görlitz war das egal: „Ich male gern.“ Und beim Weihnachtsmarkt trinke sie so viel Glühwein, bis sie auch mal ihre Tasse bekomme, meinte sie lachend.

Sandra Görlitz (von links), Friederike Bähre, Mina (8) und Björn Bähre bemalen Tassen für den Weihnachtsmarkt. Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz

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