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Lehrte Vampire ziehen als Flüchtlinge nach Deutschland
Umland Lehrte Vampire ziehen als Flüchtlinge nach Deutschland
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02:16 20.05.2018
Franziska Gehm liest aus ihrem Buch „Finale Randale“ vor. Quelle: Marvin Pietsch
Hämelerwald

Etwa 80 Kinder der Grundschule Hämelerwald haben am Donnerstagvormittag Franziska Gehm gelauscht. Der Autorin war dafür offenbar kein Weg zu weit: Sie war extra aus München angereist, um den Schülern aus dem letzten Teil ihrer bereits verfilmten Kinderbuchreihe „Die Vampirschwestern“ vorzulesen. In dem Buch „Finale Randale“ dreht sich alles um eine Vampirfamilie, die von Transsylvanien nach Deutschland zieht. Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Daka und Silvania, die sich als Halb-Vampirinnen durch den Teenie-Alltag kämpfen müssen.

Die Viertklässlerin Cheyenne wird als Vampir geschminkt.  Quelle: Marvin Pietsch

Kurz vor der Lesung stolpert der kleine Lasse aus der ersten Klasse in die Aula. „Ist das hier ein Schlachtfeld?“, fragt er die Autorin interessiert. Die amüsierte Antwort: „Nee, aber eine Vorlesung. Also sowas Ähnliches.“ Lasse durfte dann aber doch nicht an der Vorlesung teilnehmen. Die war den Schülern der dritten und vierten Klassen vorbehalten – und die wurden sogar mit in die Lesung einbezogen. So auch die zehnjährige Cheyenne, die mit Schminke, Umhang und Vampirzähnen von der Autorin zur Vampirschwester umgewandelt wurde.

Einige Schüler dürfen die Autorin bei ihrem Vortrag ganz pragmatisch unterstützen. Quelle: Marvin Pietsch

Beim Vorlesen schätzt Franziska Gehm nach eigener Aussage das ehrliche Feedback der Zuhörer. Ihre Bücher schreibe sie in erster Linie zur Unterhaltung, weswegen ihr das Lachen der Kinder als Rückmeldung sehr wichtig sei. Aber auch eine tiefere Ebene lasse sich in ihren Büchern erkennen, da sie die Vampire als Flüchtlingsfamilie konzipiert hat.

Nach der Lesung gab es von den Kleinen großes Lob. „Ich mochte, wie sie die einzelnen Figuren mit ihrer Stimme so lebhaft dargestellt und uns mit einbezogen hat“, staunte die zehnjährige Mailin. Der neunjährige Julian war besonders davon begeistert, wie witzig und spannend die Autorin das Buch vorgelesen hat.

Organisiert wurde die Lesung von Ingrid Klug, Leiterin der Lehrter Stadt- und Schulbibliothek. Rund zehn dieser Lesungen gibt es jährlich mit unterschiedlichen Autoren in verschiedenen Schulen im Lehrter Stadtgebiet. Das hat einen pädagogischen Hintergrund: Mit diesen Veranstaltungen sollen die Kinder zum Lesen motiviert werden. Und das funktioniert nach Abgaben der Bibliothekarin offensichtlich sehr gut. Denn die Bücher, die in den Schulen vorgestellt würden, seien kurz nach den Lesungen immer schnell ausgeliehen. 

Von Marvin Pietsch

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