Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Lehrte Schicken Sie uns ihre Bilder vom Hagelsturm
Umland Lehrte Schicken Sie uns ihre Bilder vom Hagelsturm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 26.07.2018
Hagelkörner, so groß wie wie Hühnereier prasselten beim Hagelsturm am 27. Juli 2013 nieder. Quelle: Archiv
Anzeige
Lehrte/Sehnde

Sonnabend, 27. Juli 2013: Dieser Tag hat sich bei vielen Menschen in Lehrte und Sehnde tief ins Gedächtnis eingebrannt. Er fing sommerlich und sonnig an, dann wurde es unerträglich schwül, und schließlich zog gegen 17 Uhr urplötzlich, aus Nordwesten kommend, ein verheerendes Unwetter über die östliche Region Hannover hinweg. Hagelkörner groß wie Hühnereier oder Tennisbälle krachten nieder – angetrieben von Orkanböen, die die eisigen Geschosse nahezu im 45-Grad-Winkel aus dem Himmel abfeuerten. Tausende Autos wurden zerbeult, Dächer zertrümmert, Gartenmöbel, Vordächer und Glasscheiben zerstört. Der Schaden ging in die Millionen, das Waldbad in Sehnde musste vorübergehend schließen, die Gebäude der KGS in Sehnde hatten kaum noch einen heilen Ziegel auf den Dächern. Und in Arpke, wo der Hagelsturm besonders heftig wütete, war das Arkadia-Gartenland mit seinen 7000 Quadratmetern Glasdach über Gewächs- und Schauhäusern ein Totalschaden.

Am Freitag dieser Woche jährt sich der Hagelsturm zum fünften Mal. Und es ranken sich um dieses Wetterereignis noch viele Geschichten, die bisher unerzählt sind. Wie haben Sie, liebe Leser, seinerzeit das Unwetter erlebt? Wohin haben Sie sich vor den Hagelkörnern geflüchtet? Wir wollen all das wissen und bitten daher um ihre Geschichten, Bilder und Videos von jenem Ereignis Ende Juli 2013. Eine Auswahl Ihrer Zuschriften und Zusendungen veröffentlichen wir in dieser Zeitung und online pünktlich am Freitag dieser Woche, also am 27. Juli.

Längst nicht alle Ortschaften im Osten der Region waren vor fünf Jahren vom Hagelsturm betroffen. Die Wetterfront zog sich über eine Breite von mehreren Kilometern und in einer nahezu schnurgeraden Linie von Laatzen über Sehnde und Lehrte bis nach Dollbergen und weit in den Landkreis Peine. Wassel, der Westen und Norden der Sehnder Kernstadt, Lehrtes Südwesten, Arpke, Sievershausen und Hämelerwald waren am stärksten betroffen. Aber schon im Norden der Lehrter Kernstadt oder etwa in Rethmar hatte das Unwetter weitaus weniger zerstörerische Kraft.

Viele Geschichten ranken sich um den Hagelsturm. Etwa die des Hämelerwalder Schützenumzugs, der an jenem Sonnabend gegen 17 Uhr eigentlich durch die Straßen der Ortschaft ziehen sollte. Als die ersten Anzeichen des Unwetters kamen, flüchteten die meisten der Teilnehmer – nur Minuten vor dem geplanten Abmarsch – in die Kneipe Schapers am Bahnhof. Das erwies sich als großes Glück. Hätte der Hagelsturm den Ausmarsch erwischt, hätte das böse enden können, hieß es anschließend. Wie durch ein Wunder gab es während des Unwetters keine ernstlich Verletzten. Im Lehrter Krankenhaus mussten nur wenige Patienten mit Prellungen und Schnittwunden behandelt werden.

Eine andere Geschichte lieferte das Sehnder Waldbad, das mitten im Korridor des Hagels lag. 800 Menschen tummelten sich dort am Nachmittag. Doch die meisten von ihnen wurden schon beim ersten Anzeichen des Unwetters nach Hause geschickt. Rund 150 mussten sich dann in Umkleide- und Duschräumen verkriechen, während die Hagelkörner draußen Löcher in Plastiktische fetzten.

Wollen Sie uns ihre Hagel-Geschichten und -Bilder zusenden? Dann benutzen Sie dafür bitte die Mailadresse lehrte@haz.de oder sehnde@haz.de.

Große Hagelkörner, riesige Schäden: Das war der Hagelsturm über Lehrte am 27. Juli 2013.

Von Achim Gückel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Trotz der seit dem Frühjahr andauernden Trockenheit ist 2018 ein gutes Storchenjahr. Dabei konnte nur die im April geschlüpften Störche mit ausreichend Regenwürmern versorgt werden.

23.07.2018

Einbruch an der Straße Breite Lade: Ein Unbekannter ist dort in der Nacht zu Sonnabend in einen Kiosk eingedrungen und hat zwei Spielautomaten ausgeräumt. Der Täter kam über das Dach des Gebäudes.

23.07.2018

Es war höchstwahrscheinlich ein technischer Defekt: Ein kaputtes Ventil an einer Chlorgasflasche hat zu der folgenschweren Panne und dem Großalarm im Freibad geführt. Das hat ein Experte ermittelt.

23.07.2018
Anzeige