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Lehrte Gymnasiasten debattieren in New York
Umland Lehrte Gymnasiasten debattieren in New York
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13:59 08.01.2019
Mit UN-Flagge und Amerika-Fahne: Kaja Klenke (links) und Serafine Schiele bereiten mit ihrem Lehrer Klaus Perk ihren New-York-Aufenthalt vor . Quelle: Katja Eggers
Lehrte

 Sieben Schülern des Lehrter Gymnasiums stehen aufregende Tage bevor. Vom 4. bis zum 13. März werden sie mit ihrem Lehrer Klaus Perk nach Amerika reisen und dort an dem Projekt „United Nations Model 2019“, einer Art Simulationsspiel, teilnehmen. Ziel ist es, das komplexe Handeln der Vereinten Nationen kennenzulernen.

Um die Arbeitsweise und das diplomatische Prozedere zu verstehen, schlüpfen die Schüler in die Rollen von Delegierten und setzen sich für die Interessen eines Landes ein, das ihnen von den Organisatoren vorgegeben wurde. „Wir vertreten Burundi“, erklärt Serafine Schiele, eine der teilnehmenden Gymnasiastinnen. Zusammen mit „Delegierten“ von Schulen anderer Länder werden die Lehrter im UN-Hauptgebäude in New York Kommissions- und Plenarsitzungen simulieren, dabei Vorträge halten, debattieren, um Formulierungen ringen, abstimmen und Resolutionen verfassen. Sie lernen dabei unter anderem, wie wichtig Verhandeln, Kompromisse, Diplomatie und das Verständnis für andere Völker sind. Konferenzsprache ist natürlich Englisch.

Derzeit bereiten die Zwölftklässler die Reise intensiv vor. Sie erarbeiten die nötigen Vokabeln und recherchieren Informationen über Geschichte, Kultur, Religion, Politik und Wirtschaft von Burundi. Serafine beschäftigt sich etwa mit den Themen Frauenrechte und nachhaltige Landbewirtschaftung. Mitschülerin Kaja Klenke kümmert sich um die Themen Waffenrückstände und Dekolonisation. „Das ist viel Arbeit, macht aber auch großen Spaß – mit Burundi hätten wir uns ansonsten vermutlich kaum beschäftigt“, erklärt Serafine.

Die sieben Schüler, die im März in New York als „Delegation“ für Burundi antreten, gehören am Gymnasium dem „Debate Club“ an. Die 16-köpfige Arbeitsgemeinschaft trifft sich einmal wöchentlich für 45 Minuten mit Lehrer Klaus Perk, um auf Englisch zu diskutieren, Rhetorik zu schulen und sich Wissen über Institutionen, Verantwortliche und politische Zusammenhänge zu erarbeiten. Um den Amerika-Aufenthalt vorzubereiten, reicht die AG jedoch bei Weitem nicht aus. Die Schüler treffen sich daher auch noch in ihrer Freizeit und arbeiten darüber hinaus am heimischen Computer – unter anderem müssen sie im Vorfeld der Reise einen mehrseitigen Aufsatz über Burundi schreiben.

Die Ideen und Lösungen, welche die Schüler bei den Konferenzen erarbeiten, gehen nach dem Planspiel den Botschaftern der jeweiligen Länder zu. „Was dann daraus wird, wissen wir natürlich nicht“, sagt Perk. Das sei aber auch nicht das Wichtigste. Die New York-Reise biete vielmehr die Möglichkeit, die Schüler für die Idee der Vereinten Nation zu begeistern, sich international auszutauschen und zur aktiven Teilhabe an politischen Prozessen zu motivieren.

Darüber werden die Schüler in New York aber auch Freizeit haben und sich die Freiheitsstatue, den Freedom Tower und die Stadt bei Nacht ansehen. In Washington stehen unter anderem der Besuch des Weißen Hauses und des Capitols auf dem Programm.

Von Katja Eggers

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