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Lehrte Feuerwehrmann spricht in der Matthäuskirche
Umland Lehrte Feuerwehrmann spricht in der Matthäuskirche
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15:04 11.09.2018
Harald Grobe, stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Lehrte, hält die Kanzelrede in der Matthäuskirche. Quelle: Susanne Hanke
Lehrte

 Ungewöhnlicher Anblick vor dem Altar der Matthäuskirche: Am Sonntagabend hat dort ein Mann in Feuerwehruniform und Sternen auf den Schulterklappen neben Pastorin Beate Gärtner gestanden. Harald Grobe, stellvertretender Ortsbrandmeister in der Kernstadt, war gekommen, um in der Reihe der Kanzelreden über sein ehrenamtliches Engagement zu sprechen und den Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ mit Leben zu erfüllen. Dabei erzählte der 51-Jährige, der im Hauptberuf als Facharzt für Anästhesie am Klinikum in Lehrte arbeitet, auch über seinen Werdegang als Feuerwehrmann.

Er habe schon als kleiner Junge zur Feuerwehr gehen wollen, gab Grobe zu. Doch erst einmal habe er lange warten müssen. Denn weil es in seinem Heimatdorf seinerzeit keine Jugendfeuerwehr gegeben habe, sei er erst mit 17 Mitglied der Feuerwehr geworden. Das war im Jahr 1985, und anschließend engagierte sich Grobe umso stärker im Ehrenamt.

Mittlerweile gehört Grobe in verantwortlicher Position zu einer der am meisten beschäftigen freiwilligen Feuerwehren in der Region Hannover. Die vielen Einsätze nach Unfällen auf der Autobahn 2 seien eine der Hauptaufgaben der Lehrter Retter, sagte er in der Martthäuskirche. Auslaufendes Öl und Benzin, Brände von Unfallfahrzeugen, eingeklemmte und verletzten Menschen seien in den vergangenen Jahren fast schon ein gewohntes Bild und für manchen Feuerwehrmann geradezu Routine geworden. Trotzdem seien diese Szenarien mitunter enorm belastend. Und daher sei es Gold wert, dass nach besonder schwierigen Einsätzen Seelsorger als Gesprächspartner für die Feuerwehrleute zur Verfügung stehen. Und das sei nur einer der Berührungspunkte zwischen Feuerwehr und Kirche.

„Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ war der Leitspruch der neu gegründeten Feuerwehren im 19. Jahrhundert. Feuerwehr und Brandbekämpfung wurden damals als Dienst am Nächsten verstanden, ganz in christlicher Tradition. In Lehrte wurde die Feuerwehr anno 1876 gegründet –und zwar mit zwei Abteilungen, bestehend aus den Steigern, den Jungs mit den Leitern, und der Spritzenabteilung.

Die Fragen der Gemeinde im Anschluss an Grobes Kanzelrede bezogen sich vor allem auf Kostenfragen. Etwa darauf, ob eine Tierrettung kostenlos ist. Die Rechnung erstelle die Stadt, sagte er. Rettungseinsätze bei Feuer seien aber auf jeden Fall kostenlos. Grobe legte auch dar, dass die Arbeit bei der Feuerwehr längst keine exklusive Männersache mehr ist. Von den 85 aktiven Mitgliedern in Lehrte sind immerhin 13 weiblich.

Von Susanne Hanke

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