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Lehrte Kinder und Eltern buddeln für Schulgartenprojekt
Umland Lehrte Kinder und Eltern buddeln für Schulgartenprojekt
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00:16 05.08.2018
Kinder und Eltern gestalten den Schulgarten an der Grundschule Immensen. Quelle: privat
Immensen

„Betrachtete man bisher unseren Schulgarten, sah man eine unstrukturierte Wiese, die nur schwer als Garten zu erkennen war“: Das sagt Daniela Schweer, Klassenlehrerin der zweiten Klasse an der Heinrich-Bokemeyer Grundschule in Immensen. Es habe sogar manch einen im Dorf gegeben, der überrascht von der Tatsache war, dass die Schule überhaupt einen Schulgarten hat. Jetzt wird der Schulgarten nach und nach neu angelegt, und dazuhaben sich Lehrerinnen, Eltern und ein Experte vom Naturschutzbund (Nabu) zusammengetan.

Buddeln, säen und gestalten: Kinder und Eltern packen in den Sommerferien gemeinsam an für den Schulgarten der Grundschule Immensen. Und auch nach den Ferien soll es weitergehen.

Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept für die Neugestaltung des Schulgartens. „Wir haben gemeinsam beschlossen, die Eltern und den Förderverein der Schule mit in das Boot zu holen und in mehreren Terminen die Planung und praktische Umgestaltung anzugehen“, erklärt Christina Kloth, Vertreterin der Elternschaft.

Vier Bereiche im Schulgarten

Erste Ideen und eine Skizze wurden bereits Ende 2017 entworfen. Die Umsetzung musste witterungsbedingt jedoch bis Frühjahr 2018 warten. „Im Unterricht hatten die Kinder der zweiten Klasse in der Zwischenzeit schon damit begonnen, die vom Nabu bereitgestellten Samen für die Wildblumenwiese einzusäen und groß zu ziehen“, sagt Klassenlehrerin Schweer.

Das jetzt erarbeitete Gartenkonzept beinhaltet vier separate Bereiche: den Gartenteich, einen Insektengarten, sowie einen Gemüsegarten mit Hochbeet und das grüne Klassenzimmer mit drei selbstgebauten Sitzbänken auf einer Wildblumenwiese. „Unser Ziel war es, den Schulgarten möglichst pflegeleicht, aber trotzdem lehrreich zu gestalten“, berichtet Christina Kloth: „Neben mehr essbaren Pflanzen wird nun auch Lehrmaterial in Form von kindgerechten Informationstafeln im Schulgarten vorhanden sein.“

Nach den Ferien geht es weiter

Bei Schulleiterin Birgit Rieger kommt das Engagement gut an: „Es ist toll zu sehen, wie viel hier in einer Gemeinschaftsaktion an zwei Samstagen schon geschaffen wurde“, lobt Rieger. „Unser Dankeschön als Schule gilt allen Beteiligten für ihren Einsatz, sowie den Spendern und dem Förderverein, die es möglich gemacht haben, dieses nachhaltige Projekt für uns umzusetzen.“

„Nach den Sommerferien wollen wir dann die Kräuterschnecke zu Ende bauen“, erzählt Schülerin Cara (8). Jona (8) und Linus (9) wollen dann helfen, die restlichen Informationstafeln aufzustellen. „Das Arbeiten hat richtig Spaß gemacht“, finden die beiden Hobbyhandwerker.

Hilft eine Ganztagsgrundschule?

„Auch künftig wird uns der Schulgarten beschäftigen“ erklären Schweer und Kloth: „Unter anderem wollen wir mit den Kindern Baumstämme mit essbaren Pilzkulturen beimpfen.“ Zudem soll das Schulgartenprojekt idealerweise als Arbeitsgemeinschaft weitergeführt werden. So könnten der langfristige Erhalt und die Pflege der Grünfläche gewährleistet werden. Nach Angaben von Schulleiterin Rieger bietet sich hierzu der aktuell in den schulischen Gremien diskutierte Schritt hin zu einer offenen Ganztagsgrundschule an. „Wir wollen unser neues, naturnahes Klassenzimmer intensiv nutzen und unseren Kindern so die natürlichen Abläufe und Lebensräume begreifbar machen“, sagt Rieger.

Von Maximilian Hett

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