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Lehrte Rollenspiel soll Sozialkompetenz stärken
Umland Lehrte Rollenspiel soll Sozialkompetenz stärken
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00:19 14.01.2019
Preben Maasberg, Julia Geißler und Sonja Rotermund-Kolb schauen den Erstklässlern beim Auspacken der Spielzeuge zu. Quelle: Sandra Köhler
Lehrte

Spielzeug ist nicht gleich Spielzeug. Zumindest nicht, wenn auch noch ein pädagogisches Konzept dahinter steckt. Es soll den Kindern Spaß machen, aber auch soziale Kompetenzen stärken. So zumindest an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), die seit einem Jahr Ganztagsbetreuung anbietet. Entsprechend hatte Sonja Rotermund-Kolb, Koordinatorin des Nachmittagsbereiches, ganz genau überlegt, welche Spielsachen im Falle eines Gewinnes bei der Initiative „Spielen macht Schule“ sinnvoll wären.

„Wir haben uns für Trecker, Bagger und andere Fahrzeuge entschieden, weil die Kinder damit prima Rollenspiele machen können“, sagt Rotermund-Kolb. „Teilen, mit Streitigkeiten umgehen, sich austauschen: Das sind wichtige Fertigkeiten. Im Unterricht bleibt nicht die Zeit, diese grundsätzlich zu vermitteln.“ Umso größer war die Freude bei der Koordinatorin, als sie den Bescheid bekam, dass die Schule ausgewählt wurde. Als eine von 200 Grundschulen in ganz Deutschland erhielt die ASS über den Wettbewerb von „Spielen macht Schule“ hochwertige Spielwaren im Gesamtwert von 600 Euro. Zur Verfügung gestellt wurden die von Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie, in diesem Fall vom Spielwarenhandel Knolli´s in Peine.

„Die werden bei uns im Ganztagsangebot zum Einsatz kommen“, sagt Rotermund-Kolb über die großen Fahrzeuge. Kinder aus allen vier ersten Klassen der ASS hatten die bunt verpackten Geschenke gemeinsam mit der Koordinatorin sowie den Betreuern Juliane Geißler und Preben Maasberg ausgepackt. Seit einem Jahr gibt es das Ganztagsangebot an der Grundschule mit einem laut Rotermund-Kolb hohem Migrantenanteil. „Es läuft gut“, resumiert die Koordinatorin. 85 Prozent der rund 300 Kinder nutzen mittlerweile das Angebot. Zwar gäbe es aktuell keinen Spätdienst für die Betreuung – „der war nicht so gefragt“ – doch der Frühdienst von 7 bis 8 Uhr sei gut nachgefragt. Rund 30 verschiedene Angebote decken das volle Programm ab: von Sport über Kreativangebote bis zur Entspannungs-AG. „Jeder benötigt etwas anderes, und wir wollen den Kindern natürlich so viel wie möglich anbieten“, sagt Rotermund-Kolb. Die Schule hat dazu viele Anstrengungen unternommen. Mittlerweile zählen zum Programm auch ausgefallene Angebote wie Capoeira, ein Theaterprojekt, Modellbau sowie Wunsch-AGs wie etwa ein Mädchenclub.

Von Sandra Köhler

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