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Lehrte Zwei Künstler zwischen Provisorium und Perfektion
Umland Lehrte Zwei Künstler zwischen Provisorium und Perfektion
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16:10 12.03.2019
Das Detail eines Objekts des Künstlers Götz Bergmann. Quelle: privat
Lehrte

Sie arbeiten getrennt, doch nun zeigen sie sich gemeinsam: Götz Bergmann und Kai Wetzel präsentieren erstmals ihre Werke in einer Ausstellung. Die Schau unter dem Titel „Das Provisorium für heute“ eröffnet die Stadt Lehrte am Freitag, 29. März, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie, Alte Schlosserei 1. Bei den Arbeiten der beiden Künstler aus Hannover werden Resonanzen, Korrespondenzen und ein spielerischer Austausch zweier eigenständiger künstlerischer Positionen sichtbar. Die städtische Kulturbeauftragte Julienne Franke führt in die Ausstellung ein, Bürgermeister Klaus Sidortschuk spricht die Grußworte.

Zwischen Provisorium und Perfektion

Kai Wetzel stellt Plastiken in der Galerie aus. Quelle: privat

Die Werke von Götz Bergmann bestehen aus gefundenen und selbstgebauten Gegenständen. Die Objekte halten die Balance zwischen Provisorium und technischer Perfektion. Der Künstler setzt beispielsweise kleine Motoren ein und bringt somit seine Werke in Bewegung. Schrift sowie Geräusche eröffnen weitere Ebenen der Wahrnehmung. Zudem zeigt Bergmann Zeichnungen und eine auf den Raum der Galerie bezogene Projektion.

Auch Kai Wetzel arbeitet mit verschiedenen Mitteln: Mit Fotografien, mit diversen Installationen und mit der Sprache. Seine Arbeiten zeigen eine Tendenz zur Reduktion und sind teilweise von japanischen Formen inspiriert. Die Verbindung zwischen Hoffnungslosem und dem Aufspüren von scheinbar Nebensächlichem prägen seine Werke ebenso, wie die Verarbeitung von Alltagsmaterialien in ungewöhnlicher Kombination – und nie fehlt es an Poesie in seiner Arbeit.

Absurdes und Anrührendes

Die gemeinsame Ausstellung des gebürtigen Dortmunders Götz Bergmann mit dem Hannoveraner Kai Wetzel zeigt Werke zwischen Poesie und Einfachheit, Verspieltheit sowie Sprödigkeit. Die Werke verdeutlichen die unterschiedlichen Sichtweisen der beiden Künstler und rücken Abweichungen und Randzonen in den Blick. Absurdes wie auch Anrührendes zeugen von vielschichtigen Themen, die nüchtern zur Schau gestellt werden. Der 60-jährige Götz Bergmann und der 52-jährige Kai Wetzel haben beide an der Fachhochschule Hannover Bildende Kunst studiert.

Ihre Arbeiten sind bis zur Finissage am Sonntag, 16. Juni, um 15.30 Uhr in der Städtischen Galerie zu sehen. Die Galerie öffnet Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Die Ausstellung kann auch an den Feiertagen Karfreitag, Ostersonntag, Himmelfahrt und Pfingstsonntag besichtigt werden.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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