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Umland Lehrte Nachrichten Aldi legt Pläne für Logistikzentrum vor
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00:16 22.12.2016
Die Discounter-Kette Aldi will in Aligse an der B 443 sein neues Zentrallager einrichten. Quelle: Hiller
Aligse

Die Pläne von Aldi Nord sehen eine in ihrem ersten Bauabschnitt etwa 33 900 Quadratmeter große Logistikhalle vor. Das entspricht der Größe von nahezu fünf Fußballfeldern. Der Bau soll auf einer derzeitigen Ackerfläche nördlich der Autobahnanschlussstelle Lehrte und westlich vom Aligser Gewerbegebiet Meersefeld entstehen. Aldi plant einen eigenen Zubringer zwischen der Autobahntangente und seinem Gelände.

Und das Unternehmen lässt sich außerdem Optionen offen, das Verteilzentrum in mehreren Schritten auf fast 60 000 Quadratmeter überdachte Fläche zu erweitern, unter anderem mit einem Kühlhaus. Im Jahr 2019 soll Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts sein. Dass diese Anbauten irgendwann kommen werden, stehe außer Frage, machten Aldi-Vertreter im Ortsrat klar.

Mit dem Neubau will das Unternehmen sein altes Verteilzentrum an der Gewerbestraße bei Sievers-hausen ersetzen. Es wird auch die dort tätigen Mitarbeiter an den neuen Standort mitnehmen. Das alte Zentrallager, von dem aus 84 Märkte zwischen Hannover und Wolfsburg sowie der Heide und Hildesheim versorgt werden, platze mittlerweile aus allen Nähten, heißt es seitens des Unternehmens.

Lehrtes Politiker und auch Bürgermeister Klaus Sidortschuk begrüßen es, dass Aldi seinen Standort innerhalb der Stadtgrenzen behalten will. In Aligse gibt es aber seit der ersten Ankündigung des Unternehmens im März, das Logistikzentrum neben dem Dorf bauen zu wollen, auch allerhand Bedenken.

Rouven Gercke, Leiter Expansion bei der Immobilienverwaltung von Aldi, hatte indes größte Transparenz bei den Planungen versprochen. Auch in der jüngsten Ortsratssitzung gaben er und Architekt Georg Böttner Auskunft.

Dabei wurde auch deutlich, dass Aldi die bis zu 140 Stellplätze für Autos sowie die Abstellflächen für Lastwagen und die Terminals auf der vom Dorf abgewandten Süd- und Westseite der Halle plant. Ob das Logistikzentrum mit einem Werbepylon ausgestattet wird, ist unklar. Die Aligser, von denen etwa 30 zur Ortsratssitzung gekommen waren, lehnen das ab.

Keine Anbindung zum, Meersefeld

Viele Aligser haben Sorgen, dass das Aldi-Zentrum mehr Lastverkehr im Dorf erzeugt. Die Planer prognostizieren indes keine großen Zusatzbelastungen. Das Logistikzentrum werde etwa 650 An- und Abfahrten pro Tag (davon 400 Lastwagen) erzeugen. Die allermeisten würden aber über die neue Anbindung zur Autobahnzufahrt abgewickelt. Den zusätzlichen Verkehr von Aldi könnten auch alle Knotenpunkte nördlich von Lehrte problemfrei verkraften.

Auf der Ortsdurchfahrt in Aligse werde Aldi für zusätzlichen Verkehr „in einer Größenordnung zwischen einem und 3 Prozent“ sorgen, sagte Planer Georg Böttner. Zurzeit fahren dort etwa 13 000 Fahrzeuge täglich. Eine Anbindung der geplanten Aldi-Zufahrt an die Straße Zum Meersefeld lehnen die Aligser sowie Anrainer des dortigen Gewerbegebiets ab. Sie befürchten ansonsten neuen Schleichverkehr. Die Planer halten die Gefahr zwar für gering, Aldi könne aber auch gut ohne den Durchstich auskommen.

Lärmschutzwände soll es nicht geben

Mit dem Schachzug, Park- und Stellflächen sowie Zufahrten auf die Süd- und Westseite des Logistikzentrums zu verlagern, drückt Aldi die Lärmbelastungen für Aligse deutlich nach unten. Die strengen Auflagen seien auch nachts einzuhalten, heißt es. Das gelte insbesondere für das Wohngebiet An der Kreuzeiche. „Es ist kein passiver Schallschutz erforderlich“, sagte Planer Georg Böttner im Ortsrat. Das bedeutet, es werden keine Lärmschutzwände errichtet. Aldi müsse aber sehr genau darauf achten, im Betrieb stets die Grenzwerte einzuhalten.

Manche Aligser meinen trotzdem, dass insbesondere bei Wind aus Südwesten Lärm im Dorf ankommen könnte. Ein Einwohner forderte in der Ortsratssitzung, diese Wettereinflüsse unbedingt mit einzubeziehen. Ein weiteres Thema ist die Beleuchtung des Logistikzentrums, in dem auch nachts gearbeitet werden wird. Dieses Thema sei in Bearbeitung, hieß es. Es gebe mittlerweile ein Beleuchtungskonzept.

Obstwiese und ein begrüntes Dach

Der Bau des Logistikzentrums bedeutet enorme Eingriffe in die Natur. Um diese zu kompensieren, muss Aldi Ausgleichsmaßnahmen leisten. Einen Großteil davon will das Unternehmen auf dem Gelände selbst realisieren. Unter anderem soll es im Norden durch einen bis zu 15 Meter breiten Streifen aus Bäumen und Büschen abgegrenzt werden. Den Aligsern ist dieser zwar aus Gründen des Sichtschutzes nicht breit genug, Aldi verweist dabei aber auf bautechnische Notwendigkeiten.

Am West- und Südrand des Geländes will Aldi weitere Baum- und Strauchflächen sowie Obstwiesen anlegen. Auch eine neue Baumreihe im Bereich der Straße Kreuzeiche ist geplant. Darüber hinaus möchte Aldi das Dach des Logistikzentrums nicht nur mit einer riesigen Fotovoltaikanlage versehen, sondern auch begrünen. Diese Planungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Weitere Ausgleichsmaßnahmen sind am Naturfreundehaus Grafhorn vorgesehen.

Von Achim Gückel

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