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Umland Lehrte Nachrichten Frühkartoffeln: Jetzt beginnt die Ernte
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00:16 20.05.2017
Von Achim Gückel
Laura und Eckhardt Pribbernow freuen sich über die jetzt beginnende Ente der Frühkartoffeln. Ein paar Exemplare haben sie bereits gerodet und für dieses Foto auf einem Kartoffelroder drapiert. Quelle: Achim Gückel
Arpke/Schwüblingsen

Das Wetter ist warm, auch nachts fallen die Temperaturen nicht mehr weit unter die 10-Grad-Marke. So lieben es die Frühkartoffeln der Sorte Annabelle von Landwirt Eckhart Pribbernow. "Zurzeit herrschen wirklich ideale Bedinungen", sagt er und fügt hinzu, der Kartoffelroder stehe schon bereit. In den kommenden Tagen werde geerntet

Ähnlich wie Pribbernow werden es zurzeit wohl viele Kartoffelbauern in der östlichen Region Hannover machen. Allein in Arpke bauen sechs der sieben aktiven Landwirte Erdäpfel an. Pribbernow nennt sich selbst einen "klassischen Kartoffelbauern", 33 Hektar Acker nutzt er - unter anderem für den Anbau der besonders frühen Sorte Annabelle sowie der etwas empfindlicheren Frühkartoffel Leyla.

 "Der Kartoffelanbau hat eine besondere Bedeutung in unserer Region. Auf den leichten, sandigen Böden können Kartoffeln besonders gut wachsen", sagt Pribbernows Tochter Laura. Doch die Nachtfröste im April und Mai hätten "die Landwirte kaum schlafen lassen". Kartoffeln im Freiland, die nicht beregnet und damit vor dem Frost geschützt wurden, hätten teilweise großen Schaden erlitten.

Doch trotz der kühlen Temperaturen beginnt die Ernte in diesem Jahr nicht später als gewöhnlich. "Es ist alles noch im  Rahmen", sagt Eckhart Pribbernow. Das liege daran, dass die Kartoffeln kurz nach dem Pflanzen im verhältnismäßig milden März "zwei Wochen Vorsprung" herausgeholt hätten. Diesen Vorsprung büßten sie dann im April aber wieder ein.

Schon im Winter lagern Kartoffelbauern die für die Aussaat vorgesehenen Knollen in speziellen Glashäusern. Dort entwickeln sie starke und lange Keime, um im März schon einen Vorsprung beim Wachstum zu haben. "Wir decken unsere Kartoffeln zusätzlich mit Folien und Vlies zu. Durch die durchsichtigen Folien erwärmt sich die Luft darunter, das ist ein ähnlicher Effekt wie im Gewächshaus", sagt Pribbernow. Mindestens 70 Tage dauert dann das Wachstum der Frühkartoffeln.

Über den diesjährigen Preis für die Frühkartoffeln kann der Arpker Landwirt noch nichts Konkretes sagen. Zwischen 80 und 120 Euro je 100 Kilo erwartet er. Und seine Tochter ergänzt: "Das junge Gemüse eignet sich besonders für den schnellen Verzehr, beispielsweise als Beilage für Spargel."

So sieht ein Setzling für eine Süßkartoffel aus. Eckhard Pribbernow und seine Familie wollen in diesem Jahr erstmals den Anbau versuchen. Quelle: Achim Gückel

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