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Umland Lehrte Nachrichten Die Backhausstraße soll 31 neue Bäume bekommen
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00:20 29.03.2018
An der Backhausstraße hat die Stadt Anfang Februar 40 Bäume fällen lassen. Quelle: Katja Eggers
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Ahlten

 An der Backhausstraße in Ahlten soll es bald wieder grünen und blühen. Die Stadt will dort 31 neue Bäume pflanzen. Sie sollen die 40 Alleebäume ersetzen, die Anfang Februar im Zuge der geplanten Straßensanierung gefällt wurden. Anwohner und viele andere Ahltener hatten beklagt, dass eine der letzten echten Dorfstraßen im Ort mit dem Kahlschlag ihren Charme verloren habe. Ortsbürgermeisterin Heike Koehler hatte sogar von einem „schwarzen tag“ für Ahlten gesprochen.

In der jüngsten Sitzung des Ahltener Ortsrats hat Detlef Tietze vom städtischen Fachdienst Grünplanung und Umwelt jetzt erste Ideen für die Neubepflanzung an der Backhausstraße vorgestellt. Einen konkreten Pflanzplan gibt es noch nicht. „Die Einzelabstimmung soll gemeinsam mit dem Ortsrat und den Anwohnern stattfinden“, sagt Tietze.

Die Verwaltung würde an so einer langen Straße wie der Backhaussstraße jedoch gern abschnittsweise mehrere unterschiedliche Baumarten anpflanzen. „Falls ein Schädling dann eine Baumart befällt, wären wenigstens nicht die anderen Arten betroffen“, erklärt Tietze. In Frage kämen an der Backhausstraße unter anderem die Zierkirsche, der Amberbaum und die Blumenesche. Zierkirschbäume hatten an der Backhausstraße auch bisher schon geblüht. Der Amberbaum punktet laut Tietze mit einer schönen Herbstfärbung und ist zudem robust gegenüber Umwelteinflüssen. Die Blumenesche blüht indes weiß und ist mit ihren Blüten eine gute Nahrungsquelle für Insekten. Die neuen Bäume können jedoch erst angepflanzt werden, wenn die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind. „Schön wäre, wenn das schon im Herbst klappt“, erklärt Tietze.

Bei der endgültigen Auswahl der Bäume sollen nun die Ahltener mitentscheiden. Ortsbürgermeisterin Koehler möchte dafür eine Umfrage in Gang bringen, bei der jeder Teilnehmer zwei Stimmen hat und in einer Liste ankreuzen kann, welche beiden Baumsorten er favorisiert. „Denkbar wären natürlich auch Vorschläge für Bäume, die vielleicht nicht auf der Liste stehen“, sagt Koehler. Die Stimmzettel sollen bei Ahltens Feier zum 1. Mai ausgegeben werden.

Jetzt gibt es auch Kritik von SPD und Grünen

Die Kritik an der Stadtverwaltung wächst. Nachdem sich bereits die CDU-Fraktion im Ortsrat Ahlten über die enorme Kostensteigerung für den Ausbau der Backhausstraße und die Informationspolitik des Rathauses beschwert hat, schimpfen jetzt auch Ahltens SPD und Grüne. Eine Erhöhung der Sanierungskosten um 50 Prozent ist für die Lokalpolitiker „nicht nachvollziehbar und erklärungsbedürftig“, und hat sowohl die Anwohner als auch den Ortsrat „total überrumpelt“,  heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Ortsrat Ahlten habe in seiner Sitzung im Januar einstimmig für den Ausbau der Backhausstraße gestimmt, rekapitulieren SPD und Grüne. Nach den neuen Berechnungen der Stadt müssten die Anlieger nun jedoch Beträge bezahlen, die erheblich von den zunächst ermittelten Summen abweichen. „Was besonders irritiert, ist der Umstand, dass wir als Kommunalpolitiker erstens sehr kurzfristig und zweitens ohne ausführliche Erläuterung über die deutlich erhöhten Kosten informiert wurden“, meint Timo Bönig, Ahltens stellvertretender Ortsbürgermeister und Vorsitzender der örtlichen SPD. Als Ratsmitglied habe er seinerzeit für die überplanmäßige Ausgabe gestimmt, weil an dem Ausbau kein Weg vorbei gehe und weil er davon ausgegangen sei, dass die Verwaltung nicht mutwillig Kosten für die Anlieger und für den Verwaltungshaushalt in die Höhe treibe, erklärt Bönig. 

Ahlten SPD und Grüne fordern nun, dass die Stadt umgehend die Gründe für ihre  Fehlannahme der Kosten offen legt. Die Lokalpolitiker fordern die Verwaltung zudem auf, bis zur nächsten Anliegerversammlung am 18. April eine Lösung zu präsentieren, wie man die mit der Kostensteigerung verbundenen Belastungen der Anlieger reduziert.

Von Katja Eggers

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