Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Blues im Anderen Kino mit Harp und Beatbox
Umland Lehrte Nachrichten Blues im Anderen Kino mit Harp und Beatbox
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:57 22.02.2018
Beatboxer Kevin O'Neal (von links) , Blues- Urgestein Chris Kramer und Sean Athens bringen beim Konzert des Vereins Blues in Lehrte das Andere Kino zum Beben. Quelle: Sandra Köhler
Lehrte

 Erdiger, kraftvoller, kratziger, rauher Blues – und dazu das aus dem HipHop stammende Beatboxing, also das imitieren von Schlagzeug und Perkussion mit dem Mund, der Nase und dem Rachen? Das soll zusammen passe: Passt das zusammen? Es passt. Und wie! Zumindest, wenn sich das Ruhrpott-Blues-Urgestein Chris Kramer, Gitrarrenvirtuose Sean Athens und der dreimalige deutsche Beatboxmeister Kevin O’Neal zusammentun.  Wie im Anderen Kino am Sedanplatz.

Dorthin hatte der Verein Blues in Lehrte für Freitagabend zum letzten Kino-Konzert der Wintersaison eingeladen – und mit der Auswahl ihres Musikacts ein mehr als feines Händchen bewiesen. Nicht nur, weil Kramer mit Blues Awards dekoriert ist. Sondern auch, weil die Formation Chris Kramer & Beatbox’n’Blues  aus drei echten Könnern besteht, die ihre Leidenschaft mit Spaß ausleben. Noch dazu sind alle drei das, was man gern „Rampensäue“ nennt. Bereits nach dem ersten Song hatten nicht nur sie Betriebstemperatur erreicht, sondern auch alle Zuhörer vor der Bühne.

Blues ist nicht nur traurig, sondern durchaus auch lebensfroh. Etwa bei Geschichten über schöne Frauen und Touren durchs Land, m lateinamerikanischen Einsprengseln, mit balladesken Stücken und  umjubelten Bluesharp- und Gitarrensoli oder mt Reminiszenzen an Bob Dylan und Bo Didley. „Der Blues ist der Ursprung von allem. Erst gab es Blues, daraus entwickelten sich dann Rock ’n’ Roll, Jazz, Soul, Rock, ja sogar Hip-Hop. Du bist also eigentlich ein Blueser, du weißt es nur noch nicht“, neckte Kramer den Mund-Art-Künstler O’Neal. 

Der bewies auch bei längeren Stücken einen langen Atem. Mit Rap und Hip-Hop entlehnten Gesten begleitete er seine famose Perkussionsleitung. „Beatboxen passt eigentlich zu jedem Musikstil“, sagte er und trat den Beweis an. Michael Jackson und Techno, chinesische Klänge und Samba –die Zugaberufe nach seinem Soloauftritt wollten nicht enden. Und dann war leider doch irgendwann Schluss –und zwar mit der bejubelten Zugabe „Lass uns tanzen gehen“. 

Von Sandra Köhler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bundespolizei sucht nach einem Mann, der in einer S-Bahn nach Hannover zwei Jugendliche attackiert hat. Ein 16-Jähriger erlitt dabei unter anderem eine Risswunde.

22.02.2018

Karambolage beim Ausparken, Unfallflucht, 2,6 Promille Alkohol im Blut, kein Führerschein: Es ist ein bunter Strauß von Straftaten, welche die Lehrter Polizei jetzt einem 21-Jährigen Polen vorwirft.

22.02.2018

Verstörender Vorfall auf der Bahnhofstraße: Ein unbekannter Mann hat dort eine Sechsjährige urplötzlich mit Parfum besprüht. Das Kind erlitt einen Schock, die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

22.02.2018