Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten BI prüft juristische Möglichkeiten gegen Megahub
Umland Lehrte Nachrichten BI prüft juristische Möglichkeiten gegen Megahub
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:39 25.03.2018
Die Mitglieder der Bürgerinitiative Megaleise haben die Gründung eines Vereins beschlossen. Quelle: Privat
Anzeige
Lehrte

 Die Bürgerinitiative (BI) MegaLeise will ihren Protest gegen die Containerumschlaganlage Megahub in Ahlten auf eine neue Stufe stellen und einen eigenen Verein gründen. „Wir versprechen uns damit mehr Möglichkeiten in der konkreten Durchsetzung der Interessen der Ahltener und Lehrter Bürger“, sagt Silke Vatterott, die zusammen mit Maik Reiß das neue Sprecher-Duo bildet. Ziel ist vor allem der Lärmschutz und die Minimierung des Lastwagenverkehrs.

Ein eingetragener Verein wirke nach außen seriöser als eine locker zusammengesetzte Bürgerinitiative, meint Vatterott. „Dadurch sind wir präsenter und erhoffen uns mehr Akzeptanz.“ Zudem könne ein Verein auch Spendenquittungen ausstellen. Das sei ein wichtiger Aspekt. Denn nachdem das Eisenbahnbundesamt die 2. Planfeststellungsänderung „gewissermaßen durchgewunken“ habe, ohne die Einwände der Bürger angemessen zu berücksichtigen, prüfe MegaLeise nun die Möglichkeit, selbst juristisch gegen diese Entscheidung vorzugehen. Dafür sind noch vier Wochen Zeit. „Doch Recht zu bekommen, heißt in unserem Land, es sich auch leisten zu können“, sagt Vatterott. Daher nehme die Bürgerinitiative jede Unterstützung gerne an. Interessierte könnten Mitglied der Bürgerinitiative werden oder spenden. Weitere Informationen, insbesondere über Beitrittsformulare und Spendenquittungen, gibt es im Internet auf megaleise.de oder per E-Mail an info@megaleise.de. 

Dem Bund sei die Kontrolle der Deutschen Bahn „offenkundig aus den Händen geglitten“, wie es Vatterott formuliert. Die 50 konkreten Einwände von rund 1000 Anwohnern aus Ahlten und Lehrte seien alle abgebügelt worden. So sei etwa die Liste von Grundstückseigentümern, die freiwilligen passiven Lärmschutz bekommen sollen, sehr lückenhaft. „Diese Liste enthält längst nicht alle betroffenen Gebäude“, kritisiert Vatterott. Sie beruhe auf einer Planung aus dem Jahr 2002, welche einen Flurplan von 1997 zugrunde lege, auf dem mehrere Häuser schlicht noch fehlten. 

Zudem bedeute „freiwilliger passiver Lärmschutz“ nur, dass ein Sachverständiger der Bahn fallweise entscheidet, ob im konkreten Fall neue Fenster überhaupt etwas nützen. „Wer also auf dreifach verglaste Fenster aus der DB-Kasse hofft, wird schon bald eine herbe Enttäuschung erleben“, ist sich die BI-Sprecherin sicher. Nun könnten nur noch die Anwohner selbst oder ein zugelassener Verband wie die Bundesvereinigung gegen Schienenlärm, bei dem die BI Mitglied ist, gegen die Entscheidung klagen. Zudem schützten Schallschutzfenster nicht beim Aufenthalt im Freien. Dies betreffe nicht nur Privatpersonen, sondern etwa auch die Kindertagesstätte Saturnring.

Um über ihre geplante Vereinsgründung und das Planfeststellungsverfahren zu informieren, baut die Bürgerinitiative am Freitag, 23. März, von 14 bis 17 Uhr einen Informationsstand vor dem Edeka-Markt Hohlfeldt, Mergelfeld 1, auf.

Von Oliver Kühn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Barbara Schediwy ist seit Kurzem aus Westafrika zurückgekehrt, wo sie sechs Wochen in einem Missionskrankenhaus ehrenamtlich arbeitete. Am 12. April berichtet sie von ihren Erlebnissen.

25.03.2018

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Mittwoch in Lehrte zwei Autos der Marke BMW aufgebrochen und Teile ausgebaut.

25.03.2018

Wenn das Museumsstellwerk Lpf im Bahnhof Lehrte am Sonntag, 25. März, seine Pforten öffnet, ist auch der Osterhase mit von der Partie.

25.03.2018
Anzeige