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Umland Lehrte Nachrichten Grüne kritisieren Versäumnisse bei E-Autos
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13:06 10.07.2018
Die Lehrter Grünen diskutieren am Parkschlösschen mit Raimund Nowak (links im weißen Hemd) über Elektromobilität. Quelle: privat
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Lehrte

Das Thema E-Mobilität stand im Mittelpunkt eines Diskussionsabends, zu dem die Grünen kürzlich eingeladen hatten. Dazu hatte die Partei Raimund Nowak nach Lehrte gebeten. Der Hannoveraner ist Geschäftsführer der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg und zudem Experte für Elektromobilität. Nowak, selbst Mitglied bei den Grünen, hält elektrische Autoantriebe für einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung der Klimaziele, wie er den rund 20 Gästen auf der Terrasse des Parkschlösschens erklärte. Dabei kritisierte er das Versäumnis der Autoindustrie, sich nicht früher und intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. „Angesichts der großen Nachfrage in asiatischen Ländern kann es sich die europäische Autoindustrie nicht leisten, diesen Markt als Nebensache zu sehen“, beleuchtete der frühere Landesvorsitzende der niedersächsischen Grünen nicht nur den umweltpolitischen, sondern auch den wirtschaftlichen Aspekt der E-Mobilität.

Nowak ging mit den Autobauern ins Gericht: „Erst nach dem Dieselskandal im Jahr 2016 haben sich die Firmen ernsthaft mit dem Thema beschäftigt.“ Deswegen liege die Produktion von Batterien hierzulande im Argen. Außerdem müsse man auf E-Autos bis zu einem Jahr warten. Er vermutete, dass erst im Jahr 2020 eine breite Palette an Modellen und eine ausreichende Menge an Ladestationen zur Verfügung stünden.

Die Produktion der Batterien sei derzeit eine Schwachstelle bei Elektroautos, gab Nowak auf Nachfrage eines Besuchers zu. Er setzt dabei auf die kommende Batteriegeneration: „Sie wird einwandfrei, ohne seltene Erden und nur mit Ökostrom herzustellen sein.“

Nowak, der selbst seit sechs Jahren ein Elektroauto fährt, sieht die E-Mobilität in einem größeren Kontext. Um den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten, müsse neben Elektroautos auch an den Ausbau des Radwegenetzes gedacht werden. Zudem sei es wichtig, öffentliche Verkehrsmittel preisgünstiger zu machen, damit mehr Menschen vom Auto auf Busse und Bahnen umsteigen.

Von Michael Schütz

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