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00:28 06.03.2018
Bei der zweiten Informationsveranstaltung auf Scheuers Hof ist der Saal rappelvoll. Quelle: Katja Eggers
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Immensen

 Die Einrichtung eines Dorfladens nimmt in Immensen immer konkretere Formen an. Dass im Ort ein großes Interesse besteht, hatte bereits die grobe Auswertung einer Bürgerbefragung ergeben. Bei der mittlerweile zweiten Informationsveranstaltung des Vereins „Gemeinsam für Immensen“ präsentierte Gründungscoach und Dorfladenberater Wolfgang Gröll am Sonnabend nun die konkreten Ergebnisse – und die zeigten eindrucksvoll, dass sich viele Immenser auch an der Finanzierung eines Dorfladens beteiligen würden.

„Es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen“, sagte Gröll gleich zum Auftakt der Präsentation vor rund 150 Zuhörern. Die Voraussetzungen für eine Dorfladengründung seien in Immensen sehr gut. Von rund 1000 Fragebögen seien 413 ausgefüllt zurückgekommen, was einer Rücklaufquote von etwa 40 Prozent entspreche. 89 Prozent befürworten laut Gröll einen Dorfladen, um die Versorgungssituation im Ort zu verbessern. 97 Prozent würden dort einkaufen, 28,5 Prozent würden sich durch den Erwerb von Geschäftsanteilen finanziell am Dorfladen beteiligen, und gut 30 Prozent sind noch unentschlossen. Das mögliche Eigenkapital würde demnach zwischen 62.000 und 128.000 Euro liegen. Laut Umfrage könne der Jahresumsatz rund 915.000 Euro betragen. „Der Dorfladen ließe sich somit sehr solide finanzieren“, erklärte Gröll.

Gründungscoach und Dorfladenberater Wofgang Gröll (rechts) steht neben Michael Clement  erläutert die Ergebnisse der Bürgerbefragung. Quelle: Katja Eggers

Die Auswertung der Umfrage hatte zudem ergeben, welche Dienstleistungen den Immensern in ihrem Dorfladen wichtig sind. 83 Prozent wünschen sich demnach eine Poststelle, 79 Prozent die Möglichkeit zur Bargeldauszahlung und 60 Prozent einen Paketdienst. Beim Einkaufen seien den Bürgern im Dorfladen zudem vor allem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine fußläufige Erreichbarkeit und ausreichend Parkplätze wichtig. 42 Prozent würden zudem gern Bio- und 73 Prozent gern regionale Produkte einkaufen. Letzteres spiegele einen hohen Qualitätsanspruch wieder  und solle sich später unbedingt auch im Sortiment berücksichtigt werden. Da 19 Prozent der an der Umfrage beteligten angegeben hatten, vorrangig in den Abendstunden einkaufen zu wollen, empfahl Gröll zudem, die Öffnungszeiten auszuweiten.

Vertreter der vier Dorfladenarbeitskreise präsentierten im Anschluss ihre Zwischenstände. Richard Manthey erklärte den Zuhörern,  dass im Ort zwar einige Immobilien für den Dorfladen in Frage kommen, ein Gebäude aber erst angemietet wird, wenn sich die Unternehmensgesellschaft gegründet hat. „Und dann benötigen wir viele fleißige Hände, um beim Ausbau möglichst viel in Eigenleistung zu stemmen“, betonte Manthey.

Oliver Falk informierte über den Anteilsverkauf. Ein Anteil kostet demnach 250 Euro, der Betrag sei in 50-Euro-Schritten nach oben aufstockbar. „Jeder Euro ist ein Teil unseres gemeinsamen Erfolgs“, betonte Falk. Michael Clement hob hervor, dass mit dem Dorfladen keine Gewinnmaximierung verfolgt werde. An Stehtischen hatte er im Saal zudem Muster der Gesellschaftsverträge ausgelegt, die der Arbeitskreis bereits ausgearbeitet hat. Wichtig sei nun, dass viele Immenser am 7. April zur Gründungsveranstaltung erscheinen und auch tatsächliche Anteile zeichnen.

Von Katja Eggers

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