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Eisige Atmosphäre im Anderen Kino

Lehrte Eisige Atmosphäre im Anderen Kino

Irgendwie wurde es kalt im Anderen Kino. Das Schneetreiben in einer Nacht in Norwegen schien am Mittwochabend im dunklen Saal Einzug zu halten. Für diese eisige Atmosphäre war das Autorenpaar Ulrike Gerold und Wolfram Hänel verantwortlich. Sie lasen aus dem dritten Band ihrer Skandinavien-Krimi-Trilogie.

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Mörderisch gute Unterhaltung: Im Anderen Kino macht Gitarrist Arndt Schulz (von links) die Musik zur Thriller-Lesung des hannoverschen Autorenpaares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel.

Quelle: susanne Hanke

Lehrte. „Nichts ist kälter als der Tod“ heißt das neueste Werk aus dem Hause Gerold/Hänel. Dass die Autoren auch in Lehrte viele Fans haben, wurde in Anderen Kino schnell deutlich. Und die Krimi-Liebhaber wurden nicht enttäuscht. Schon zum Einstieg in den Abend sorgt eine detaillierten Schilderung der Fahrt über einen zugefrorenen See für Gänsehaut-Stimmung. Das Schriftsteller-Duo, das unter dem Pseudonym „Freda Wolff“ bekannt ist, ließ das Publikum an den Gedanken des Chauffeurs, der den Staatssekretär übers Eis kutschiert, teilhaben. Und der plante augenscheinlich das Ableben seines Auftraggebers.

Doch diese Fährte ist falsch. Denn schon eine Thriller-Seite weiter bricht der Bus einer Theatergruppe, die den noblen SUV des Staatssekretärs auf dem See überholt, in das Eis ein, und vierzehn Menschen ertrinken. All das stellt das Team um die Psychologin Merette Schulman und den Sonderermittler Jan-Ole Andersen vor einem Rätsel.

„Wir dürfen aber nicht zu viel verraten“, sagte Hänel im Anderen Kino schmunzelnd. Sonst lese ja niemand mehr den Roman. So beschränkten sich er uns seine Partnerin auf ein paar Lieblingsstellen im Buch, die sie gemeinsam lasen und von Gitarrist Arndt Schulz stimmig mit Rockklassikern untermalen ließen.

Sie hätten sich mit dieser winterlich düsteren Norwegen-Rhapsodie einen Traum erfüllt, schwärmte das Autorenpaar. „Wir wollten mal etwas mit viel Kälte und Einsamkeit schreiben“, erläuterte Hänel. Dass sie in Norwegen einige Freunde haben, sei dabei ein großer Vorteil gewesen.

Von Susanne Hanke

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